Da inzwischen auch die Europäische Kommission als hier zuständige Kartellbehörde und der Gläubigerausschuss der Wilhelm Karmann GmbH der Übernahme zugestimmt haben, kann die Volkswagen Osnabrück GmbH nun planmäßig die Technische Entwicklung von Karmann am 1. Dezember 2010 übernehmen. Im Zuge einer Mitarbeiterversammlung wird Insolvenzverwalter Ottmar Hermann morgen die Mitarbeiter der Technischen Entwicklung über die gelungene Transaktion informieren: „Die Übernahme ist nur wenige Tage nach der erfolgreichen Übertragung der Dachsparte ein weiterer erfreulicher Schritt für die Beschäftigten von Karmann, ihre Familien und die Region Osnabrück. Es freut mich vor allem wegen des bevorstehenden Weihnachtsfestes, dass die Mitarbeiter jetzt endgültige Sicherheit haben. Es hat sich gelohnt, trotz der schwierigen Ausgangslage zu Beginn des Insolvenzverfahrens, das Risiko der Fortführung der Technischen Entwicklung auf uns zu nehmen und gemeinsam mit allen Beschäftigten für den Erhalt der traditionsreichen und für ihre Fachkompetenz geschätzten Entwicklungssparte zu kämpfen.“

Durch die Übernahme bleiben knapp 300 von 427 hochqualifizierten Arbeitsplätzen im Werk Osnabrück erhalten. Von den nicht übernommenen Mitarbeitern haben ebenfalls bereits zwei Drittel bei anderen Arbeitgebern einen Arbeitsplatz gefunden. „Mit der heutigen Überleitung an die Volkswagen Osnabrück GmbH haben wir eine weitere hervorragende und sichere Lösung für die Mitarbeiter und die Stadt Osnabrück gefunden, mit der der neue Volkswagen-Standort um ein weiteres Kompetenzzentrum bereichert wird. Damit besteht auch eine gute Chance, dass die heute noch nicht übernommenen Mitarbeiter später noch eine Beschäftigung finden können“, sagt Insolvenzverwalter Ottmar Hermann.

Besonderer Dank gebührt dabei auch der Regierung des Landes Niedersachsen, insbesondere dem früheren Ministerpräsidenten und jetzigen Bundespräsidenten Wulff sowie dem Ministerpräsidenten McAllister.

Nach Übertragung der Dachsparte und der Technischen Entwicklung steht nun nur noch die Übertragung der Sparte Metal Unit aus. Auch hier steht die Insolvenzverwaltung für die Standorte Osnabrück und Chorzow in konstruktiven Verhandlungen, so dass auch für diesen derzeit noch durch den Insolvenzverwalter fortgeführten Teilbetrieb ebenfalls eine Perspektive besteht.