Volkswagen_Chattanooga_Elektro

In Chattanooga werden ab 2022 die ersten E-Modelle von Volkswagen für den nordamerikanischen Markt gebaut. Die Entscheidung gab der Konzern jetzt bekannt. Bild: Volkswagen

Das US-Werk in Chattanooga oder doch Mexiko: lange war die Entscheidung offen, wo Volkswagen seinen Standort für die Produktion von Elektroautos in Nordamerika einrichtet. Nun ist die Entscheidung gefallen. Wie der Wolfsburger Konzern gestern (Montag, 14. Januar) mitteilte, gehen ab 2022 in Chattanooga rein elektrische Fahrzeuge in die Serienfertigung. Zur Umstellung der Produktion investiert der Autobauer rund 700 Millionen Euro. Mit der Summe wird der Modulare Elektrobaukasten (MEB) im Werk integriert.

Durch den Ausbau des Werkes entstehen bis zu 1.000 direkte Arbeitsplätze sowie weitere Arbeitsplätze bei Zulieferern in der Region. Das erste Elektroauto aus Chattanooga soll 2022 vom Band rollen. Weltweit entstehen in den nächsten Jahren acht MEB-Werke in Europa, Nordamerika und China. Volkswagen schafft damit die Produktionskapazitäten, um bis 2025 mehr als eine Million E-Autos pro Jahr zu verkaufen.

VW-Konzernlenker Herbert Diess, betont die Bedeutung des US-Marktes für die Elektro-Offensive des Unternehmens. „Die USA ist einer der wichtigsten Standorte für die weltweite Automobilindustrie. Die Entscheidung, unsere US-Fertigung für Elektrofahrzeuge in Chattanooga anzusiedeln, ist ein wesentlicher Bestandteil der Wachstumsstrategie von Volkswagen in Nordamerika. Wir wollen den Marktanteil in den kommenden Jahren deutlich ausbauen – dafür steht das Management-Team mit Scott Keogh an der Spitze. Mit den zusätzlichen geplanten Investitionen und der Standortentscheidung haben wir weitere wichtige Voraussetzungen für die Volkswagen-Marktoffensive in den USA geschaffen“, sagt Diess.

VW ID Crozz macht den Anfang

Als erstes Elektroauto wird das SUV-Modell ID. CROZZ in Chattanooga vom Band rollen. Volkswagen wird in Amerika zudem auch den ID. BUZZ anbieten, die elektrische Neuinterpretation des legendären Bullis. Beide Autos gehören zur neuen ID. Familie von Volkswagen, die die Möglichkeiten der E-Mobilität optimal ausschöpft. Die Fahrzeuge bieten unter anderem hohe Reichweiten, viel Platz, dynamisches Fahrverhalten und ein neues Niveau der digitalen Vernetzung. „Wir sind stolz, die Zukunft der Mobilität hier bei uns in den USA mit zu erschaffen“, sagt Scott Keogh, Chief Executive Officer (CEO) der Volkswagen Group of America. „Volkswagen steht für Mobilität für alle. In dieser Tradition bauen wir auch die neuen Fahrzeuge des Elektrozeitalters,“ so Keogh weiter. Zudem werden in Chattanooga auch künftig der Atlas sowie der US-Passat vom Band rollen.

  • Volkswagen MEB-Plattform

    Volkswagen MEB-Plattform: Der ID. soll durch und durch ein E-Auto „made in Germany“ sein, so Volkswagen. An der Entwicklung und Produktion der ersten Elektroautos auf MEB-Basis sind die meisten Volkswagen Standorte in Deutschland beteiligt, darunter Braunschweig, Salzgitter und Kassel als Standorte der Volkswagen Konzern Komponente. An diesen drei Standorten investiert das Unternehmen 1,3 Milliarden von insgesamt sechs Milliarden Euro in die Elektromobilität. Bild: Volkswagen

  • Volkswagen-Werk Zwickau

    Die Serienmodelle der ID.-Familie werden von Volkswagen in Sachsen gebaut. Zwickau wird mit 1,2 Milliarden Euro Investitionsvolumen zum ersten reinen MEB-Werk und zum größten Kompetenzzentrum für Elektromobilität in Europa ausgebaut.

  • VW Gläserne Manufaktur Dresden

    Bereits seit April 2017 wird der Volkswagen e-Golf in der Gläsernen Manufaktur Dresden gebaut. Die Manufaktur entwickelt sich zum „Center of Future Mobility“. Kunden und Besucher erfahren in einer interaktiven Erlebniswelt für Elektromobilität und Digitalisierung mehr über die Zukunft der Mobilität. Bild: Volkswagen

  • Volkswagen Wolfsburg

    Erdacht und entwickelt wird der ID. von der Baureihe E-Mobility und der Forschung und Entwicklung im Stammwerk Wolfsburg. Hier wird er derzeit auch als Vorserienmodell in der Pilothalle gebaut und auf dem Prüfgelände Ehra-Lessien ausgiebig getestet. Bild: Volkswagen

  • Volkswagen-Werk Braunschweig

    In Braunschweig wird mit dem Batteriesystem das Herz des ID. gefertigt. Der Traditionsstandort baut heute bereits die Batterien für den e-up!, den e-Golf sowie den Plug-in-Hybrid Passat GTE. Braunschweig ist heute der Batterie- und Packaging-Spezialist und verfügt über umfangreiches Know-how bei der Leistungselektronik, der Klimatisierung und dem Software-Management. Das Werk wird derzeit ausgebaut, um künftig bis zu eine halbe Million Batteriesysteme jährlich zu fertigen. Bild: Volkswagen

  • Volkswagen Werk Kassel

    Das Werk in Kassel ist seit vielen Jahren Kompetenzzentrum für elektrische Antriebe. Die Produktion des von der Sparte Komponente für die Marke Volkswagen entwickelten MEB-Antriebs startet zum Ende dieses Jahres. Der Standort ist Leitwerk für kostengünstige E-Maschinen von hoher Qualität, so das Unternehmen. Bild: Volkswagen

  • Volkswagen-Werk Salzgitter

    Das Werk Salzgitter startet in diesem Jahr die Vorserienfertigung von Rotor und Stator für den MEB. Im Center of Excellence Batterie (CoE) wird Entwicklungs- und Fertigungskompetenz für Batteriezellen-und Batteriemodulfertigung aufgebaut. Dazu gehört aktuell eine Laborlinie und danach die Pilotfertigung zum Aufbau von Produktions-Know-how. Bild: Volkswagen