Aufgrund des Abgasskandals dampft der Volkswagen-Konzern seine Ziele für 2015 deutlich ein. Bild:

Aufgrund des Abgasskandals dampft der Volkswagen-Konzern seine Ziele für 2015 deutlich ein. Bild: VW

VW rechnet jetzt mit einer operativen Marge zwischen 5,5 und 6,5 Prozent, allerdings nur wenn man die milliardenschweren Rückstellungen für die Folgen der Abgaskrise herausrechnet. Die operative Marge bezeichnet das, was vor Zinsen und Steuern gemessen am Umsatz noch übrig bleibt.

Zuvor war Volkswagen zwar von den selben Prozentwerten bei der Marge ausgegangen, hatte diese jedoch auf das Ergebnis nach möglichen Sondereinflüssen bezogen. Diese buchhalterischen Effekte dürften nun im Gesamtjahr deutlich negativ zu Buche schlagen, da VW rund 6,7 Milliarden Euro für die Folgen des Abgas-Skandals zurückgelegt hat.

Auch für die Pkw-Sparte dampfte VW die Prognose entsprechend ein. Hier rechnen die Wolfsburger noch mit einer operativen Marge vor Sondereinflüssen zwischen 6 und 7 Prozent. Hier gilt spiegelbildlich: Zuvor galten die selben Zahlen, allerdings nach Sondereinflüssen.

Nur für Statistiker dürfte vor dem Hintergrund interessant sein, dass die Wolfsburger laut einer Gesamtjahresprognose 2015 von IHS Automotive trotz des Abgasskandals mehr Autos produzieren als Rivale Toyota. Während die Wolfsburger auf 9,95 Millionen produzierte Autos kommen, wird Toyota laut Prognose bei 9,86 Millionen Einheiten landen. Allerdings: vor dem Dieselskandal hatte die Erwartungen für VW bei deutlich über 10 Millionen Einheiten gelegen.

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dpa/fv