VW Golf breit

Mit einem Umsatz von 69 Milliarden Euro fährt der Wolfsburger Automobilhersteller Volkswagen auf den ersten Platz der Halbjahresbilanz. - Bild: VW

 

Die Wolfsburger konnten um satte 26 Prozent zulegen, wie die aktuelle Analyse der Münchner Unternehmensberatung Progenium zeigt. Mit 62 Milliarden Euro Umsatz folgt der bisherige Spitzenreiter Toyota der, auch aufgrund der Naturkatastrophe im Heimatland Japan, 22 Prozent an Umsatz verlor. Nummer drei der Welt ist mit 52 Milliarden Euro GM, ein Plus von vier Prozent.

Auch bei den anderen Automobilkonzernen sind es die deutschen Hersteller, die glänzen. Daimler und BMW legten um 13 beziehungsweise 28 Prozent zu, auf nunmehr 48 Milliarden beziehungsweise 31 Milliarden Euro Umsatz im ersten Halbjahr 2011. BMW erzielte von allen Top-Herstellern den höchsten Umsatzzuwachs. Honda verlor 20 Prozent auf jetzt 24 Milliarden Euro Umsatz. Die anderen vier Top 10-Hersteller Ford, Nissan, Peugeot-Citroen und Renault wuchsen um jeweils sieben Prozent.

Autoabsatz Hersteller 2011

Umsatz der Top 10 Automobilhersteller im ersten Halbjahr 2011 (in Milliarden Euro). - Grafik: Progenium

Dr. Michael Mandat, geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensberatung Progenium sagt: „Die deutschen Hersteller, allen voran Volkswagen, konnten vom allgemeinen Autoboom und der japanischen Krise am meisten profitieren.“ Allerdings werden sich die beiden großen japanischen Hersteller in den kommenden Monaten fangen und hart daran arbeiten, den verlorenen Boden wieder gut zu machen, so Mandat weiter.

Im Absatz liegt General Motors vorne

Volkswagen glänzt bei den Halbjahreszahlen auch jenseits des Umsatzes. Die Wolfsburger lieferten mit 4,13 Millionen Autos 16 Prozent mehr aus als noch im Vorjahreszeitraum, erzielten das beste Ergebnis mit 5,5 Milliarden Euro (+ 122 Prozent) und hievten die Zahl der Mitarbeiter auf die Rekordmarke von knapp 430.000 (+ 16 Prozent). Mandat: „Mit diesen Marken ist Volkswagen nun das Maß der Dinge in der Automobilwirtschaft.“

Einzig beim Absatz liegt der US-Hersteller GM mit 4,54 Millionen Fahrzeugen, ein Plus von neun Prozent, noch vor Volkswagen. GM verbesserte das Ergebnis auf 4,3 Milliarden Euro (+ 45 Prozent).

Top 10 Umsatz 1. Halbjahr 2011

Absatz der Top 10 Automobilhersteller im ersten Halbjahr 2011 (in Millionen Einheiten). - Grafik: Progenium

Trotz des Wachstums blieb die Zahl der Beschäftigten konstant. Mandat: „Damit konnte der führende US-Hersteller die Profitabilität deutlich steigern und hat endgültig die Existenz bedrohende Krise beendet.“

Beim Geldverdienen weit vorne: Nach Volkswagen (5,5 Milliarden Euro) und GM (4,3 Milliarden Euro) folgen Daimler mit 4,2 Milliarden Euro (+ 42 Prozent) und BMW mit 4,1 Milliarden Euro (+ 156 Prozent). In dieser Rangliste steht Fiat mit einem Ergebnis von 2 Milliarden Euro (+ 356 Prozent) an sechster Stelle – ein erstaunlicher Turnaround, nachdem die Italiener in den vergangenen Jahren beim Performance-Vergleich eher schwach abgeschnitten hatten. Toyota mit minus 1,9 Milliarden Euro und Honda mit minus 1 Milliarden Euro rutschen in die roten Zahlen. Erstaunlich, dass Nissan, die Nummer drei in Japan, mit 1,5 Milliarden Euro ein positives Ergebnis erzielen konnte. Toyota hält trotz schwieriger Zeiten mit rund 320.000 Mitarbeitern die Zahl der Mitarbeiter konstant.

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Progenium/kru