Dr. Martin Winterkorn

Martin Winterkorn: Vier Millionen Fahrzeuge im ersten Halbjahr sind ein neuer Absatzrekord für VW. - Bild: VW

Aufgrund der anziehenden Nachfrage in allen wichtigen Regionen konnten die Wolfsburger einen neuen Absatzrekord einfahren. Erstmals seien in diesem Zeitraum konzernweit mehr als vier Millionen Fahrzeuge ausgeliefert worden. Alleine der Kernmarke Volkswagen gelang es, in einem ersten Halbjahr mehr als 2,5 Millionen Autos zu verkaufen. Dies teilte Konzernchef Martin Winterkorn am Montagabend bei der Vorstellung des neuen Beetle-Modells in Berlin mit. Seinen Angaben zufolge wuchs der VW-Absatz in den ersten sechs Monaten um 11,8 Prozent.

Rosige Zukunft für Nutzfahrzeuge

Wachstum verspricht sich Winterkorn auch vom stark wachsenden Nutzfahrzeug-Markt, in dem er durch die Allianz seiner Tochter Scania mit dem Münchner Nutzfahrzeugbauer MAN seine Stellung verbessern will. „Wir freuen uns darauf, MAN zukünftig als starke eigenständige im Volkswagen-Konzern zu begrüßen“, sagte Winterkorn.

Zu Spekulationen um den Bau eines Werks der Tochter Audi in den USA hielt sich der VW-Chef bedeckt: “Beschlossen ist gar nichts. Es wird aber sehr intensiv darüber diskutiert.” Doch am vergangenen Wochenende hatte sich Audi-Chef Rupert Stadler deutlicher geäußert. Ein Audi-Werk in den USA sei beschlossene Sache, sagte er in einem Interview der Fachzeitschrift “Automotive News Europe”. “Dass wir in Nordamerika neue Kapazitäten brauchen, ist für mich ganz klar. Die Frage ist jetzt nur noch der Zeitpunkt.”

VW Beetle

Auf dem neuen Beetle ruhen große Hoffnungen. - Bild: VW

Beetle als kommender Verkaufshit?

Die USA sollte künftig der größte Einzelmarkt für den Beetle bleiben. Rund 50 Prozent der Verkäufe erziele VW mit dem Modell in dem Land. China könnte sich als Nummer zwei beim Beetle entwickeln, so Winterkorn. Das Feedback der Kunden sei sehr positiv gewesen.

In den USA sei der Beetle ein wichtiges Element der Wachstumsstrategie. Rund 85 Prozent der Komponenten des Fahrzeugs werden lokal in Nordamerika produziert, so Winterkorn. Das erhöhe die Profitabilität des Fahrzeugs im Vergleich zu der vorherigen Generation. Möglicherweise müsse VW das Händernetz erweitern, um mit der geplanten Expansion Schritt halten zu können.

dpa-AFX/Dow Jones Newswires/Guido Kruschke