Der Volkswagen-Konzern verdankt seine rasant gestiegenen Gewinne vor allem seiner Tochter Audi. Mit 2,3 Mrd Euro stemmten die Ingolstädter von Januar bis September fast die Hälfte des operativen Konzerngewinns von 4,8 Mrd Euro, wie Europas größter Automobilkonzern am Mittwoch in Wolfsburg mitteilte. Damit schnitt die Marke mit den vier Ringen fast doppelt so gut ab wie im schwachen Vorjahreszeitraum, als Audi ebenso wie die Konkurrenten Mercedes-Benz und BMW nicht von der Abwrackprämie profitieren konnte.

Den größeren Gewinnsprung in den ersten neun Monaten machte jedoch die Kernmarke VW. Mit Modellen wie dem Polo, Golf oder Passat fuhren die Wolfsburger den Angaben zufolge 1,6 Mrd Euro ein. Im Vorjahreszeitraum waren es 335 Mio Euro. Darin sind aber die 1,3 Mrd Euro aus dem Geschäft in China, mittlerweile Volkswagens größtem Markt, nicht enthalten.

Der Ergebnisanteil der tschechischen Tochter Skoda verdoppelte sich nahezu auf 314 Mio Euro. Die spanische Tochter Seat verkaufte zwar in den vergangenen Monaten wieder mehr Autos, operativ blieb in den ersten neun Monaten jedoch ein Verlust von 218 Mio Euro.

Nach dem Verkauf des brasilianischen Geschäfts mit schweren Lkw an MAN verdiente die Nutzfahrzeugsparte von Januar bis September nur noch 142 Mio Euro. VW baut neben dem Kleintransporter Crafter Modelle wie den T5, den Lieferwagen Caddy, den neuen Pritschenwagen Amarok oder den Gelände-Transporter Rockton. Der schwedische Lkw-Hersteller Scania, an dem VW rund 72% der Stimmrechte hält, trug 938 Mio Euro zum operativen Gewinn bei. Das Ergebnis der Finanzdienstleistungstochter stieg auf 684 Mio Euro.

Dow Jones Newswires