Thomas Schäfer, VW-Chef South Africa, mit Kenias Präsident Uhuru Kenyatta (re.)

Thomas Schäfer, VW-Chef South Africa, mit Kenias Präsident Uhuru Kenyatta (re.)

Volkswagen treibt seine Regionalisierungsstrategie weiter voran: Thomas Schäfer, Managing Director von Volkswagen Südafrika und der Präsident von Kenia, H.E. Uhuru Kenyatta, unterzeichneten in Nairobi einen Vertrag. Die Marke Volkswagen will mit passenden Produkten und Know-How aus der Region in Afrika punkten.

Mit der lokalen Produktion des Polo Vivo im kenianischen Thika nahe Nairobi weitet Volkswagen sein Engagement in Afrika aus. Das gemeinsame Projekt mit dem Importeur DT Dobie wird die dritte Produktionsstätte von Volkswagen in Afrika sein – neben dem Standort Südafrika und einer lokalen Fertigung in Nigeria. Ab 2017 sollen im Werk von Kenya Vehicle Manufacturers (KVM) bis zu 5.000 Einheiten des Polo Vivo pro Jahr gefertigt werden.

„Wir bringen den erfolgreichen Polo Vivo aus Südafrika nach Kenia, um das enorme Wachstumspotenzial des afrikanischen Automobilmarktes zu nutzen und an dessen positiver Entwicklung teilzuhaben. Der Kleinwagen ist der meist verkaufte Pkw in der Sub-Sahara-Region – und damit ein ideales Einstiegsmodell für den vielversprechenden kenianischen Markt", unterstrich Thomas Schäfer bei der Vertragsunterzeichnung. „Mit diesem Schritt stärken wir insgesamt die Stellung der Marke Volkswagen in Afrika und machen einen wichtigen Schritt, um unser Engagement in dieser Region auszubauen".

Präsident Kenyatta sagte: „Das Investment des Volkswagen Konzerns in Kenia ist ein wichtiger Meilenstein für die Bemühungen meiner Regierung, mehr Produktionsstandorte anzusiedeln und damit die Industrialisierung unserer Nation voranzutreiben."

Neben Produktion auch Trainingscenter geplant

Neben der Fertigung des Polo Vivo ab Ende 2016 ist geplant, ein Trainingscenter zu errichten, um die Fertigungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter vor Ort zu schulen und weiter zu qualifizieren. Das Center wird zunächst auf die Bedürfnisse des Produktionsteams von Volkswagen ausgelegt sein. Später sollen junge Menschen grundsätzlich qualifiziert werden, um allgemeine industrielle Fertigkeiten zu erlernen und damit die Beschäftigungschancen in der Region insgesamt zu erhöhen.

Kenia ist ein Chancenmarkt in Afrika. Das Land nimmt eine herausragende Stellung innerhalb der ostafrikanischen Region ein und verfügt mit einem BIP von rund 63 Milliardn US-Dollar über die leistungsfähigste Volkswirtschaft in der East African Community (EAC). Kenia ist zudem ein wichtiges Transitland für Handel in der gesamten Region Ostafrika. Die guten wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Kenia und Deutschland werden auch von politischer Seite kontinuierlich und strategisch ausgebaut.

Volkswagen und Kenia haben eine gemeinsame Tradition: Bereits in den 1960ern hat Volkswagen in Kenia den Käfer montiert. Mit dem Polo Vivo kehrt die Marke jetzt mit einem ersten Modell zurück. Bei einer positiven Entwicklung des Neuwagenmarktes soll zudem die lokale Fertigung weiterer Volkswagen Modelle geprüft werden.