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Mit dem Jetta aus dem Tief: Im bisherigen Jahresverlauf hat VW in den USA ein Absatzplus von 6,1 Prozent erzielt. Damit ist VW, dessen Verkaufszahlen im Zuge des Abgas-Skandals zeitweise eingebrochen waren, auf dem wichtigen Auslandsmarkt bereits eine ordentliche Aufholjagd gelungen. Bild: VW

| von Tino Böhler

Volkswagen bleibt auf dem US-Automarkt dank starker SUV- und Jetta-Verkäufe im Aufwind. Im bisherigen Jahresverlauf hat VW in den USA ein Absatzplus von 6,1 % erzielt. Damit ist dem deutschen Hersteller, dessen Verkaufszahlen im Zuge des Abgas-Skandals zeitweise eingebrochen waren, auf dem wichtigen Auslandsmarkt bereits eine ordentliche Aufholjagd gelungen. Die VW-Tochter Audi verzeichnete im Juli einen Anstieg der Verkäufe um 0,8 % auf 19.370 Fahrzeuge. Der ebenfalls zum VW-Konzern gehörende Sportwagenbauer Porsche meldete ein Plus von gut 23 % auf 4.956 Autos.

Auch BMW und Daimler verbuchten im Juli deutliche Verkaufszuwächse. BMW setzte mit 23.015 Fahrzeugen 4,7 % mehr ab. Daimlers Marke Mercedes-Benz USA machte sogar ein Plus von 19,5 % auf 224.612 Neuwagen, hatte zuvor allerdings auch Rückschläge erlitten.

Der japanische Branchenriese Toyota schaffte einen Minianstieg von 0,4 %. Honda lieferte immerhin 1,9 % mehr Neuwagen aus, und Rivale Hyundai wurde starke 12 % mehr Autos bei der US-Kundschaft los. Allerdings gab es auch Hersteller mit erheblichen Einbußen - bei Mazda fielen die Verkäufe um 3,5 %, Nissan musste sogar ein Minus von 9 % verkraften.

Analysten rechneten damit, dass der US-Automarkt den siebten Monat in Folge mit sinkendem Absatz verzeichnet. Die monatliche Statistik hat ohnehin deutlich an Aussagekraft verloren, da die drei größten US-Autobauer General Motors, Ford und Fiat Chrysler ihre Zahlen nur noch quartalsweise veröffentlichen. Nach Schätzung des Fachblatts Automotive News machen sie rund 45 % des Absatzes aus.