MAN Lkw

VW will seine Lkw-Sparte an die Weltspitze führen. Doch bisher verläuft die Integration von Scania und MAN nur schleppend. - Bild: MAN

Das teilte VW am Mittwoch in Wolfsburg mit. Dies sei ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Schaffung eines integrierten Nutzfahrzeugkonzerns. Volkswagen hat bereits eine Dreiviertel-Mehrheit bei MAN. Zugleich gab es am Mittwoch Berichte, dass die Zusammenarbeit zwischen VW und Daimler bei großen Transportern vor dem Aus steht.

VW treibt die Lkw-Allianz weiter voran

Mit dem Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag werde eine verstärkte und vereinfachte Zusammenarbeit zwischen Volkswagen und MAN angestrebt und damit die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit beider Unternehmen. Einen solchen Vertrag hat VW auch mit Audi abgeschlossen. Damit kann der Autokonzern auch für das Unternehmen nachteilige Entscheidungen im Interesses des Konzernvorteils insgesamt durchsetzen. Dafür reichen 75 Prozent der anwesenden Stimmen auf der Hauptversammlung.

Volkswagen halte derzeit hält 75,03 Prozent der MAN-Stimmrechte und ist mit knapp 72 Prozent an Scania beteiligt. Der Unternehmen bekräftigte, dass die Geschäftstätigkeit von MAN unter Beibehaltung der markenspezifischen Eigenschaften und Geschäftsfelder im Volkswagen-Konzern fortgeführt werde. Zudem respektiere Volkswagen die Arbeitnehmerrechte in vollem Umfang.

Seit September soll Ex-Scania-Chef Leif Östling als Nutzfahrzeug-Vorstand im VW-Konzern die beiden selbstbewussten Nutzfahrzeugkonzerne enger miteinander verzahnen.

Autoanalyst Frank Schwope von der NordLB geht davon aus, dass VW langfristig zwischen 95 und 99 Prozent an MAN anstrebt. MAN solle vermutlich nicht von der Börse genommen werden, sondern wie die Tochter Audi mit einem geringen Anteil gelistet bleiben.

Ausstieg aus dem Crafter-Projekt mit Daimler

Die “Hannoversche Allgemeine Zeitung” berichtete am Mittwoch zudem, dass VW sein Modell VW-Crafter künftig nicht mehr mit dem Stuttgarter Daimler-Konzern sondern alleine planen und bauen will. Unternehmenskreise bestätigten der Nachrichtenagentur dpa Überlegungen zum Alleingang bei VW.

Der VW-Crafter wird mit dem Mercedes-Sprinter in den Daimler-Werken Düsseldorf und Ludwigsfelde produziert. Beide Seiten wollten den Bericht nicht kommentieren. Nach dpa-Informationen werden die noch laufenden Verhandlungen zur Zukunft der bis ins Jahr 2016 reichende Kooperation spätestens im Frühling abgeschlossen.

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dpa/Guido Kruschke