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Unangefochten an erster Stelle der 500 größten Unternehmen liegt der Volkswagen-Konzern. - Bild: VW

Das ist das Ergebnis des jährlich in der Tageszeitung “Die Welt” erscheinenden Unternehmensrankings “Deutschlands Große 500″. Mit dem zweistelligen Wachstum haben sich die deutschen Top-Unternehmen, die alle einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro Umsatz erzielen, eindrucksvoll aus der Krise zurückgemeldet. Für 2009 hatte “Die Welt” ein durchschnittliches Umsatzminus von acht Prozent errechnet. Ein höheres Wachstum als im vergangenen Jahr gab es zuletzt im Jahr 2000, als die Top-500 ein Umsatzplus von 17,1 Prozent erwirtschafteten.

Unangefochten an erster Stelle des Rankings liegt der Volkswagen-Konzern mit einem Umsatz von 126,9 Milliarden Euro (plus 20,6 Prozent). Auf Platz zwei hat Daimler im vergangenen Jahr Eon abgelöst. Mit 97,8 Milliarden Euro Umsatz (plus 23,9) steht der Stuttgarter Automobilbauer wieder kurz vor dem Sprung in den dreistelligen Milliarden-Umsatz-Bereich. Eon belegt mit 92,9 Milliarden Euro Umsatz (plus 13,5 Prozent) Platz drei. Deutlich aufwärts ging es wieder für BASF. Der Chemieriese kletterte mit plus 26 Prozent auf einen Umsatz von 63,9 Milliarden Euro und damit von Rang zehn auf Rang sechs.

Wie aus dem “Welt”-Ranking weiter hervorgeht, stockten die Top-500-Konzerne 2010 ihre Belegschaft weltweit um 2,9 Prozent auf. Der Beschäftigungszuwachs ist deutlich geringer als der Umsatzanstieg, weil die Konzerne in der Krise die Kapazitäten vor allem durch Kurzarbeit, aber nicht durch Stellenabbau angepasst hatten.

Die meisten Konzernsitze liegen in Nordrhein-Westfalen

Das Bundesland mit den meisten Konzernsitzen ist laut Ranking nach wie vor Nordrhein-Westfalen mit 144 Konzernen. Das Land konnte damit die Zahl gegenüber 2009 um drei steigern. Die ansässigen Firmen vereinen einen Umsatz von 1,24 Billionen Euro (Vorjahr 1,14 Billionen). Auf Platz zwei unter den Bundesländern liegt Bayern (91 Konzernsitze/plus sechs), gefolgt von Hessen (75 Konzernsitze/minus fünf).

Bereits Ende März hatte das Beratungsunternehmen Ernst & Young von einem satten Dividendenplus bei den Top-Unternehmen berichtet. Die Dax-Konzerne schütteten für das abgelaufene Geschäftsjahr 2010 beinahe so viel Dividenden aus wie vor Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise. Insgesamt bekamen Aktionäre der 30 Leitindex-Riesen einen Geldregen von 25,6 Milliarden Euro. Diese Summe lag gut ein Viertel (28 Prozent) höher als die ausgeschütteten Dividenden für das Geschäftsjahr 2009.

dpa-AFX/Guido Kruschke