Nach zehn Monaten 2010 bereits knapp sechs Millionen Autos verkauft: Schon im September wurde in

Nach zehn Monaten 2010 bereits knapp sechs Millionen Autos verkauft: Schon im September wurde in Wolfsburg ein anderes wichtiges Produktionsjubiläum gefeiert. Mittlerweile sind 15 Millionen Golf von den Werksbändern gerollt. - Bild: VW

Bislang hat das Ende der Abwrackprämien in zahlreichen europäischen Ländern die rasante Fahrt von Europas größtem Automobilhersteller nur leicht abbremsen können. “Für das Gesamtjahr sehen wir uns auf Kurs, bei den weltweiten Auslieferungen ein erfreuliches Plus zu erzielen”, erklärte Konzernvertriebsvorstand Christian Klingler. Während sich der Markt lediglich um 4,5 Prozent verbesserte, legte der Konzern im Einzelmonat um 9,8 Prozent zu. „Wir gewinnen weiterhin weltweit Marktanteile. Durch die kontinuierliche Fortsetzung unserer Modelloffensive erwarten wir, dass sich dieser Trend auch in den kommenden Monaten weiter fortsetzen wird“, sagte Klingler weiter. „Wir beobachten den Automobilmarkt, der sich in einzelnen Regionen unterschiedlich entwickelt, weiterhin sehr genau“, fuhr der Vertriebschef fort.

Mit weltweit knapp sechs Millionen Golf, Polo, Passat, Audi, Skoda und Co verkauften die Wolfsburger nach eigenen Angaben von Januar bis Oktober im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwölf Prozent mehr Autos. Allein im Oktober lieferte Volkswagen mit 612.200 Autos ein Zehntel mehr Neuwagen bei seinen Kunden ab als im Vorjahresmonat und erreichte damit einen neuen Rekord. Zu Jahresbeginn lagen die Zuwächse jedoch noch bei mehr als einem Viertel.

Von seiner Kernmarke VW verkaufte der Konzern nach eigenen Angaben im bisherigen Jahresverlauf 3,8 Millionen Autos, ein Zuwachs von zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Audi lieferte mit einem Wachstum von 16,4 Prozent von Januar bis Oktober weltweit rund 916.900 (787.700) Fahrzeuge aus. In den ersten zehn Monaten dieses Jahres steigerte Skoda die weltweiten Auslieferungen um insgesamt 11,9 Prozent auf 638.200 (570.200) Einheiten. Die spanische Marke Seat entwickelte sich von Januar bis Oktober mit weltweit 285.200 (285.100) ausgelieferten Fahrzeugen stabil. Volkswagen Nutzfahrzeuge erzielte in den ersten zehn Monaten ein deutliches Plus von 17,4 Prozent und verkaufte 349.000 (297.300) Einheiten.

Von seiner Kernmarke VW verkaufte der Konzern nach eigenen Angaben im bisherigen Jahresverlauf 3,8 Millionen Autos, ein Zuwachs von zwölf Prozent: hier der neue VW Passat. - Bild: VW

Während die Verkäufe in Deutschland von Januar bis Oktober um ein Fünftel zurückgingen, lieferte der Konzern in China 38,4 Prozent mehr Autos bei den Kunden ab. In den USA legte Europas größter Automobilkonzern um ein Fünftel zu. In China stiegen die Verkäufe in den ersten zehn Monaten auf 1,65 (1,19) Millionen Fahrzeuge und in den USA auf 295.900 (245.200; plus 20,7 Prozent). Auch in der Region Asien/Pazifik lieferte der Volkswagen Konzern mit 1,83
(1,31) Millionen 39,1 Prozent mehr aus.

Auf dem europäischen Markt hat das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls zugelegt. So verzeichnete der Volkswagen-Konzern mit 2,78 (2,77; plus 0,2 Prozent) Millionen Auslieferungen ein leichtes Plus im Vergleich zum Januar bis Oktober 2009, während der Gesamtmarkt um 3,1 Prozent nachgab. In Russland konnte Europas größter Automobilhersteller seinen Aufwärtstrend weiter verbessern. Der Konzern lieferte hier in den ersten zehn Monaten 105.000 (79.700, plus 31,8 Prozent) Fahrzeuge aus.

Auch auf den westeuropäischen Märkten setzte der Volkswagen Konzern sein Wachstum weiter fort und erreichte ein Auslieferungsplus von 13,8 Prozent (Westeuropa ohne Deutschland). Lediglich der deutsche Automobilmarkt entwickelte sich weiter rückläufig. Hier gab es in den ersten zehn Monaten auf Grund der Effekte durch die Umweltprämie einen Rückgang von 26,8 Prozent zu verzeichnen. Der Volkswagen-Konzern entwickelte sich laut eigenen Angaben im Vergleich dazu mit 859.300 (1.070.300; minus 19,7 Prozent) an Kunden ausgelieferten Fahrzeugen deutlich besser.

Im vergangenen Jahr hatte die Abwrackprämie mehr Kunden in die Autohäuser gelockt. Volkswagen war einer der großen Gewinner der Verschrottungsprämie und fuhr der Wirtschaftsflaute zum Trotz einen neuen Verkaufsrekord ein. Mit 6,3 Millionen Neuwagen übertrafen die Wolfsburger 2009 den Vorjahreswert um ein Prozent und kamen dem Ziel, Toyota bis 2018 an der Weltspitze zu überholen, ein Stück näher. Im laufenden Jahr will die weltweite Nummer drei dank zahlreicher neuer Modelle einen neuen Rekord aufstellen.

gw/mit Material von Dow Jones Newswires