Martin Winterkorn

Martin Winterkorn: "Ein klarer Schwerpunkt der künftigen Ausgaben ist die Stärkung der globalen Präsenz." - Bild: VW

Martin Winterkorn hatte bereits kurz nach seinem Antritt als VW-Vorstandsvorsitzender im Jahr 2007 die Ziele formuliert. Danach will das Unternehmen in fünf Jahren zehn Millionen Fahrzeuge produzieren. “Das Volumen könnten wir auch schon früher erreichen”, sagte er. 2012 lieferte der Autobauer knapp 9,1 Millionen Fahrzeuge ab.

Immer mehr Fahrzeuge werden außerhalb Europas verkauft

VW sei dabei überzeugt, dass sich die Wachstumschancen weiter weg aus der alten Welt und hin vor allem nach Übersee verschieben. Die seit Jahren vorangetriebene Internationalisierung zahle sich nun aus. “Wir verkaufen heute rund 60 Prozent unserer Fahrzeuge außerhalb Europas”, betonte Winterkorn. “Mit dieser globalen Aufstellung können wir Zwischentiefs einzelner Märkte ausgleichen.” Ein klarer Schwerpunkt der künftigen Ausgaben sei daher die Stärkung der globalen Präsenz.

Derzeit würden weltweit insgesamt rund 65 Millionen Fahrzeuge verkauft, nach Prognosen sollen es 2018 rund 100 Millionen sein. “Was immer vergessen wird, sind unsere anderen Ziele: Wir wollen die zufriedensten Kunden und Mitarbeiter und wir wollen eine nachhaltige Rendite von acht Prozent”, betonte Winterkorn.

Mit neuen Werken sollen die Kapazitäten erhöht werden

Für die kommenden Jahre seien mindestens zehn neue Werke geplant – sieben davon baue VW in China, kündigte Winterkorn an. Die Entscheidung für Fabrik Nummer sieben sei jüngst erst gefallen. Sie solle im Süden oder Südwesten des Riesenreichen entstehen.

“Bis 2018 erhöhen wir unsere Kapazitäten in China auf über vier Millionen Fahrzeuge – parallel zur boomenden Nachfrage”, sagte Winterkorn. “Die Zukunft von Volkswagen entscheidet sich mehr und mehr in China, Russland, Indien, Amerika und Südostasien.”

Deutschlands größter Industriekonzern zählt weltweit 100 Werke. Zwölf stehen inzwischen schon auf dem wichtigsten Absatzmarkt China, sieben folgen nun dort.

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dpa/Guido Kruschke