Polestar 1: Blick in den Kofferraum.

Polestar 1: Blick in den Kofferraum. Das elektrifizierte Hochleistungs-Fahrzeug geht Mitte 2019 in Chengdu in Produktion. Bild: may

| von Bettina Mayer

Die moderne Kleinserien-Manufaktur entsteht rund 15 Kilometer vom Volvo-Hauptwerk entfernt in Chengdu, Südwestchina. Der Entwurf erinnert ein wenig an das McLaren-Technology-Center im englischen Woking nahe London. Die unmittelbare Nähe zu zwei Produktionsanlagen für Fahrzeuge, sowie einem Motorenwerk, ist das neue Polestar-Produktionszentrum das vierte Werk von Volvo Cars in China.

Volvo Cars und Polestar ist es dadurch möglich, Synergien in der Entwicklung und beim Einkauf zu erzielen. Kjell Waloeen, VP Manufacturing und Logistics Business Office, verrät, dass sich die neue Fabrik über etwa 30.000 Quadratmeter erstrecken wird. Inklusive Büroräume seien es knapp 40.000 Quadratmeter. Nur  rund 200 Mitarbeiter werden dort ab Mitte 2018 arbeiten und künftig 500 Polestar-1-Modelle pro Jahr zum Preis von rund 150.000 Euro bauen. Berücksichtigt man die Wochenenden, sind das in etwa drei Fahrzeuge pro Tag. Die Automatisierung sei zunächst noch gering, so Waloeen, wenn aber mit der Produktion des kompakten Polestar 2 (einem Tesla-Modell-3-Wettbewerber) gegen Jahresende 2018 die Stückzahlen stiegen, lasse sich das in der Fabrik flexibel darstellen.

Präsentation Polestar 1 in Shanghai

Der Polestar 1 ist ein Beispiel für die Synergien zwischen den Marken Volvo und Polestar. Rund die Hälfte des Fahrzeugs basiert auf der von Volvo entwickelten skalierbaren Produkt-Architektur (SPA), während die andere Hälfte von Polestar Ingenieuren innerhalb der Volvo Forschungs- und Entwicklungsabteilung neu konzipiert und maßgeschneidert wurde.

Die neu gegründete Tochtereinheit von Volvo Cars mit Hauptsitz im schwedischen Göteborg, profitiert vom Produktionsbetrieb der Schwestermarken in Chengdu. Ein Teil des Karosseriebaus und die Lackierung werden in den herkömmlichen Werken durchgeführt; bis auf weiteres verwendet der Polestar 1 auch die Batteriezellen von Volvo Cars: LG Chem. Wer die Karbonfaser-Fertigteile liefern wird, sei noch offen, so Polestar-Produktioner Kjell Waloeen. Die Kompetenz der Fertigung dieser Teile ist in China noch nicht verfügbar, daher befinde man sich noch mit internationalen Lieferanten im Gespräch.

Jonathan Goodman, COO von Polestar, präsentierte in Shanghai die konkreten Pläne der neuen Miniaturfabrik (siehe Video) für die Polestar-Modelle.

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