Sieht in der neuen Produktionsplattform von Volvo die Basis, die Marke neu zu definieren:

Sieht in der neuen Produktionsplattform von Volvo die Basis, die Marke neu zu definieren: Entwicklungsvorstand Peter Mertens Bild: F. Ratering/Volvo

Wie Mertens der AUTOMOBIL PRODUKTION sagte, habe man mit der neuen Produktionsstruktur und der chinesischen Muttergesellschaft Geely die „einmalige Chance, Volvo neu zu definieren und in eine andere Liga zu pushen.“ Man wolle sich unter den neuen Vorzeichen aus der unklaren Positionierung zwischen Volumen- und Premiumherstellern klar als Premiummarke etablieren. Erreichen will das die Schweden-Marke mit der Schwerpunktsetzung auf die Themen Design, Hightech-Infotainment und Sicherheit, wo Volvo besser sein will als die anderen Premiumhersteller. Bereits heute stelle die Produktionsarchitektur SPA mit dem darauf abgestimmten Baukasten für Motoren und Getriebe fast Benchmark in der Branche dar. Das erste auf der neuen Plattform gebaute Auto ist der XC90, im nächsten Schritt folgen nun S90 und V90.

Insgesamt steckt Volvo rund 12 Milliarden Euro in die Runderneuerung der technischen Basis und der kompletten Modellpalette. Alain Visser, verantwortlich für Marketing, Sales und Customer Service: Unser Ziel lst es bis 2020 jährlich 800.000 Einhieten weltweit abzusetzen.“ Diese Verkaufszahlen wollen die Schweden mit chinesischen Finanzieres vor allem auf den Märkten China und den USA generieren. „Europa wird aber die Rolle die wichtige Rolle für uns als Markt absolut behalten. Ein totale Fokus auf einen Markt wie China wäre die falsche Strategie“, sagt der Belgier. „Wir sind aber trotz des Premiumsegments nicht so vermessen, uns mit den deutschen Herstellern zu vergleichen. Unser Alleinstellungsmerkmal ist das typisch klare skandinavische Design, das wir zum Beispiel beim neuen XC 90 zeigen.“ Für dieses Jahr gehen die Schweden von einem Rekordabsatz von weltweit 470.000 Einheiten aus. Besonders der Autogeschmack der Chinesen entwickelt sich laut Visser in die richtige Richtung. „Früher war der chinesische Markt ein Bling-Bling-Markt. Jetzt legt man zunehmend Wert auf vornehmes Understatement“, sagte Visser gegenüber der AUTOMOBIL PRODUKTION.

Im Interview verteidigte Peter Mertens zudem die Entscheidung, in Zukunft keine Motoren mit mehr als vier Zylindern anzubieten: „Die Zeit des Zylinderzählens ist vorbei“, sagte Mertens. Er räumte ein, dass es bei Volvo eine harte Diskussion um die Entscheidung gegeben habe, letztlich sei diese aber eindeutig gefallen. Zur neuen Eigentümerstruktur sagte Mertens, dass man unter der chinesischen Mutter Geely nun endlich die Autos entwickeln könne, die man schon immer habe bauen wollen und so Volvo letztlich schwedischer denn je sei..

Alle Beiträge zu den Stichwörtern Volvo Geely

F.Volk/C.Habrich-Böcker