Hakan Samuelsson

Hakan Samuelsson: "China wird der wichtigste Markt für Premiumfahrzeuge und spielt daher auch für Volvo eine wichtige Rolle. ." - Bild: Volvo

Die erste außereuropäische Fabrik des schwedischen Autobauers im südwestchinesischen Chengdu wird bis Jahresende die Produktion aufnehmen, sagte Volvo-Chef Håkan Samuelsson am Mittwoch bei der Vorstellung des neuen Standortes vor Journalisten.

Der Fokus liege zwar zunächst auf dem größten Automarkt der Welt in China, aber langfristig wolle Volvo vom Reich der Mitte aus auch nach Asien, die USA und Europa liefern.

Daß man in China mit Macht den Anschluß sucht, zeigt die Planung für neue Produktionsstätten. Bereits zum Ende des kommenden Jahres ein zweites Werk eröffnen. Volvo gehört seit 2010 mehrheitlich dem chinesischen Autohersteller Geely.

China wird zum wichtigsten Markt für Premiumautos

Im boomenden Markt für europäische Luxusfahrzeuge im Lande konnten die Schweden bislang nicht gegen die starke deutsche Konkurrenz von Audi und BMW punkten. Das soll sich mit der Eröffnung des neuen Werks in China aber bald ändern. In diesem April konnte Volvo im Reich der Mitte 30 Prozent mehr Autos absetzen, womit der Absatz in den USA erstmals überschritten wurde. In den ersten vier Monaten war der China-Absatz stärker gestiegen als in jedem anderen Markt.

Mit dem neuen Werk aber die Stückzahl nun wesentlich steigen. Volvo will den Absatz bis zum Ende dieses Jahrzehnts auf 800.000 Stück verdoppeln. Es sollen in der südchinesischen Stadt Chengdu 125.000 Fahrzeuge pro Jahr vom Band laufen, zunächst eine verlängerte Version des S60, ein Wagen im Format des Audi A4. Das zweite Werk in Daqing im Nordosten des Landes geplant.

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dpa/Guido Kruschke