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Nun hat es zum Teil doch geklappt mit der Übernahme von Proton durch die Geely Holding. Bild: Proton Bild: Proton

Der Mischkonzern DRB-Hicom kündigte an, 49,9 Prozent der Proton-Anteile an die Zhejiang Geely Holding Group zu verkaufen. Geely übernimmt dabei auch die komplette Beteiligung von Proton am britischen Sportwagenhersteller Lotus.

Ein Preis wurde nicht genannt. Im Juli solle eine abschließende Verkaufsvereinbarung geschlossen werden, hieß es weiter.

Proton war in den 1980er Jahren vom malaysischen Staat gegründet worden und sollte ein nationaler Industriechampion werden. Zwar gelang es dem einzigen Autohersteller Südostasiens anfangs, den Heimatmarkt zu dominieren, er warf jedoch keine Gewinne ab. Versuche, die Marke auch in der gesamten Region zu etablieren, waren nicht erfolgreich.

DRB-Hicom erwarb die Proton-Beteiligung im Jahr 2012 für 412 Millionen Dollar vom malaysischen Staatsfonds Khazanah Nasional. Der Absatz von Proton fällt, während die Verschuldung steigt. Die malaysische Regierung verlängerte Hilfskredite in diesem Frühjahr unter der Bedingung, dass ein ausländischer Partner für Proton ins Boot geholt wird.

DRB-Hicom wird vom malaysischen Geschäftsmann Syed Mokhtar Al-Bukhary kontrolliert und montiert unter anderem Fahrzeuge ausländischer Marken vor Ort. Proton könne mit dem Geely-Deal auf die Plattformen und Antriebssträngen des chinesischen Miteigentümers zugreifen, erklärte DRB-Hicom. Ferner bekomme die Marke Zugang zu den Märkten, auf denen Geely vertreten ist.