Thors Hammer (so Volvos Bezeichnung für das Lichtdesign im neuen XC90) ist jetzt über der IAA

Thors Hammer (so Volvos Bezeichnung für das Lichtdesign im neuen XC90) ist jetzt über der IAA niedergesaust. Die Schweden reduzieren ihre Messeauftritte und streichen Frankfurt von der Liste.. Bild: Volvo

Demnach streichen die Schweden ihr Messeprogramm drastisch zusammen und wollen ihre Wagen nur noch zu drei großen Shows pro Jahr auf die Bühne rollen. Neben Detroit (USA), Genf (Schweiz) und im Wechsel den chinesischen Metropolen Peking und Shanghai ist deshalb für die IAA als selbsternannte “Internationale Leitmesse der Mobilität” absehbar kein Platz mehr im Kalender, bestätigte ein Sprecher am Montag (15.Dezember).

In der Entscheidung spiegeln sich mehrere Dinge wieder. Zum einen die schwindende Bedeutung Europas als Absatzmarkt für die Schweden, die sich unter ihrer chinesischen Mutter Geely deutlich globaler aufstellen. Während man bei Volvo Europa als Verdrängungsmarkt sieht, liegt der Wachstumsschwerpunkt in China und den USA. In Nordamerika will man mit Macht die Trendwende erreichen und auf alte Absatzhöhen von über 100.000 Einheiten jährlich kommen. In diesem Jahr sind es knapp 60.000.

Weiterer Anlass für Volvos Rückzug: Automessen seien ein “recht traditioneller” Anlass, bei dem ein ganzer Schwall von Herstellern sich gegenseitig die Aufmerksamkeit abspenstig mache, sagte Volvos Marketingchef Alain Visser laut Mitteilung. Deswegen fahre der schwedische Autobauer sein Programm schrittweise auf eine Show pro Kontinent herunter und setze stattdessen auf selbst organisierte Veranstaltungen nur für Volvo. Auch das Sponsoring baut der Konzern drastisch um. Künftig will man sich auf die Segelregatta Volvo Ocean Race konzentrieren und die meisten anderen Engagements kappen.

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dpa/fv