Volvo_XC60

Der XC60 ist bei Volvo der Verkaufsschlager. Bild: Christiane Habrich-Böcker

Volvos Halbjahreszahlen werden zwar erst am 20. August publiziert. Aber nach Aussage von Deutschland-Geschäftsführer Thomas Bauch markieren sie ein All-time-high. Wachstumstreiber ist beim Absatz mal wieder China.

Bestseller ist der XC 60 mit einer halben Millionen Einheiten. Volvos Vormann Håkan Samuelsson will aber den Anschluss an die Wettbewerber nicht verlieren und hat darum dem schwedischen Konzern mit chinesischem Investor eine straffe Strategie verordnet. So soll beispielsweise der Marktanteil in Deutschland, Volvos fünftgrößter Markt, von aktuell 1,01 Prozent in sechs Jahren verdoppelt werden.

Auf wenn Volvo in Deutschland derzeit beim Absatz über dem Marktdurchschnitt liegt ist das bei einem langfristig verhaltenen Markt ein ehrgeiziges Ziel. Insgesamt soll Volvo bis 2020 nach Samuelssons Willen 800 000 Einheiten absetzen. Neben neuen Modellen (allerdings ohne Elektroauto) – wie der im nächsten Jahr auf den Markt kommende XC 90 ? startet Volvo ein Bündel an Maßnahmen wie der Einstieg ins Car Sharing. Anders als bei den Wettbewerbern fokussiert sich das Unternehmen laut Bauch jedoch in erster Linie auf Fuhrparkkunden. Das Angebot soll den gewerblichen Kunden zu mehr Flexibilität und weniger Kapitalbindung verhelfen. “Diese können dann zum Beispiel am Wochenende nicht genutzte Dienstwagen in die Vermietung geben”, erklärt Bauch.

Plattformen und Motorenbaukästen gehören genauso zum Samuellschen Strategieprogramm wie ein neuer durch deklinierter Händlerauftritt. Auch der After-Sale-Bereich wie die Ersatzteilbelieferung wird neu organisiert. So werden die Händler mehrfach am Tag mit Kits für die einzelnen Reparturen beliefert. “Damit reduzieren sich die Lagerhaltungsaufwände.” Um ganz Deutschland abzudecken werden die vorhandenen sieben Zentren um die Standorte Berlin und München erweitert.

Alle Beiträge zum Stichwort Volvo

Christiane Habrich-Böcker / gp