Produktion des Volvo S60L im Volvo-Werk in Chengdu/China

In Chengdu produzierte Langversionen des S60 sollen möglicherweise ab 2015 in die USA exportiert werden. Bild: Volvo

Schon Ende nächsten Jahres könnten Oberklasse-Modelle der Marke Volvo “made in China” in die USA und nach Russland exportiert werden, sagte eine namentlich nicht genannte Führungskraft des Konzerns der Nachrichtenagentur Reuters. Bei den ersten für den Export vorgesehenen Modellen soll es sich um etwa 10.000 Einheiten der Langversion des Volvo S60 handeln und einige tausend Einheiten des XC 90. Während die S60-Modelle für die USA bestimmt seien, gehen die XC 90 nach Russland. Auch weitere Märkte Südostasiens könnten von China aus bedient werden. Bereits Anfang des Jahres hatte Volvo-Chef Hakan Samuelsson bei einem Kongress angedeutet, dass das China-Werk von Volvo auch zur Export-Drehscheibe Richtung Westen werden könnte. Würde es dazu kommen, wäre Volvo der erste Premium-Hersteller, der in China gebaute Autos in die USA liefert.

Offenbar siedelt man bei Volvo die Minimierung der Währungsrisiken höher an, als die Befürchtungen, die US-Käufer könnten Premium-Modellen aus China die kalte Schulter zeigen. Wie andere Hersteller legt auch Volvo darauf wert, dass im China-Werk in Chengdu dieselben Qualitätskriterien angelegt werden wie in Europa.

Für China selbst erwartet Volvo ein deutliches Wachstum und will in diesem Jahr bis zu 90.000 Autos verkaufen.

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Frank Volk/IHS