Hakan Samuelsson

Hakan Samuelsson: "Wir werden unsere Marktanteile in Europa nicht ganz halten, sehen aber in China endlich Fortschritte." - Bild: Volvo

Nachdem der Absatz dort 2012 noch um elf Prozent auf 42.000 Autos eingebrochen war, wollen die Schweden dieses Jahr mehr als 50.000 Autos absetzen. “Wir sehen in China endlich Fortschritte”, sagte Unternehmenschef Hakan Samuelsson am Dienstag beim Genfer Automobilsalon. In den ersten beiden Monaten habe Volvo um 30 Prozent zugelegt. “Unsere Maßnahmen in Produkt, Marketing und Vertrieb greifen.”

Bislang hatte das zum chinesischen Geely-Konzern gehörende Unternehmen auf dem wichtigsten Boommarkt der Automobilindustrie schlechter abgeschnitten als etwa die deutschen Premium-Marken Audi, BMW oder Mercedes-Benz.

Marktanteile in Europa unter Druck

Anders sieht die Lage für Volvo allerdings auf dem rückläufigen europäischen Automarkt aus: “Wir werden unsere Marktanteile nicht ganz halten”, sagte Samuelsson, der früher MAN-Chef war. “Wir entwickeln uns schlechter als der Markt.” Dies sei allerdings auf den umfangreichen Modellwechsel von sieben neuen Autos im ersten Halbjahr zurückzuführen.

Generell bleibe die Situation für die Automobilbranche schwierig. “Die nächsten zwei Jahre müssen wir ohne Rückenwind vom Markt durchkommen und gleichzeitig neue Produkte entwickeln”, so Samuelsson. Weltweit will er den Absatz auf dem Niveau des Vorjahres in Höhe von 422.000 verkauften Autos halten – 2011 waren es noch 450.000. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen will Volvo die roten Zahlen hinter sich lassen. “Unser Ziel ist die schwarze Null”, sagte er. Dies gelte sowohl für das vergangene als auch für das laufende Jahr.

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dpa/Guido Kruschke