VW ID_Elektromobilität

Der VW ID, erstes rein elektrisches Volumenmodell der Wolfsburger Kernmarke, wird ab Ende 2019 in Zwickau gebaut und kommt 2020 in den Verkauf. Die Vorbuchungs-Phase startet bereits im ersten Halbjahr 2019. Bild: VW

| von Frank Volk

Tesla hat es mit dem Model 3 vorexerziert und mit dem Pre-Booking-Verfahren, also einer Vorbestellungsmöglichkeit inklusive Anzahlung weit im Vorfeld des Produktionsstarts, einen regelrechten Hype ausgelöst. An dessen Ende standen über 400.000 Vorbestellungen. Nun setzt auch Volkswagen beim elektrischen ID erstmals bei der Einführung eines Volumenmodells auf dieses Instrument. Im Gegensatz zu Tesla, wo die 1500 US-Dollar pro Vorbestellung wichtiger Finanzierungsbaustein waren, dürfte bei den Wolfsburgern im Vordergrund stehen, einen wichtigen Orientierungspunkt zur Nachfrage für den ID zu erhalten. Wie eine Sprecherin auf Nachfrage von AUTOMOBIL PRODUKTION bestätigte, werde das Pre-Booking für den ID im ersten Halbjahr starten, also mehr oder weniger ein Jahr, bevor die ersten Fahrzeuge ausgeliefert werden. Über die Höhe der Anzahlung schweigt sich VW noch aus.

Der Wolfsburger Konzern steht am Anfang einer wuchtigen Transformationsphase. Von 2019 bis 2023 will alleine die Marke Volkswagen insgesamt mehr als elf Milliarden Euro in E-Mobilität, Digitalisierung, autonomes Fahren und Mobilitätsdienste investieren. Über neun Milliarden Euro davon fließen in die Elektrifizierungsoffensive.

VW ID mit extrem hoher Bedeutung

Innerhalb dieser Offensive kommt dem ID hohe Bedeutung zu: „Mit dem ID. wird unser Aufbruch in das Zeitalter der Elektromobilität und die Vernetzung unserer Marke auch für unsere Kunden greifbar. Er wird als erstes vollvernetztes und vollelektrisches Fahrzeug für „New Volkswagen“ stehen“, hob jetzt vor einigen Tagen Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann hervor. Noch eine Nummer höher griff Thomas Ulbrich, Vorstand E-Mobility Volkswagen, kürzlich im Interview mit AUTOMOBIL PRODUKTION: "Das erste Fahrzeug der ID-Reihe wird eine Ikone, so wie es seinerzeit Käfer und Golf in ihrer Generation gewesen sind." Damit der ID in die Rolle des Volks-Stromers schlüpfen kann, soll er sich preislich auf dem Niveau eines vergleichbar ausgestatteten Golf Diesel bewegen. Konkrete Angaben hat der Autobauer bislang nicht gemacht, anzunehmen ist aber, dass der Einstiegspreis bei unter 30.000 Euro liegen dürfte.

Gebaut wird der ID im sächsischen Zwickau, wo mit Hochdruck der Umbau zum ersten Werk für reine Elektroautos vorbereitet wird. Die Serienfertigung des ID soll im November 2019 startet, bereits kurz darauf soll der kompakte Elektrowagen in den Verkauf kommen.

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