Bernd Osterloh, Volkswagen

VW-Betriebsratschef Osterloh: Keine Symbolpolitik auf dem Rücken der Beschäftigten. Bild: VW

Das Manager Magazin hatte berichtet, dass beim Wolfsburger Autobauer als Teil des anstehenden Sparprogrammes auch ein Beförderungsstopp verhängt werden soll. Dabei berichtete das Magazin, dass es dafür bereits die Zustimmung der mächtigen Arbeitnehmervertretung um Betriebsratschef Bernd Osterloh gebe. Dem hat Osterloh am Samstag (24. Oktober) widersprochen: “Hier handelt es sich um einseitige Vorstellungen des Vorstands, die wir so nicht akzeptieren werden. Das haben wir Freitag mit dem Personalwesen besprochen”, sagte Osterloh auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Konkret geht es um die Idee, bei der Kernmarke VW im Jahr 2016 auf Beförderungen zu verzichten und so Millionen zu sparen. Dem trat Osterloh nun entgegen. Zudem sagte er, dass sich der Betriebsrat gegen “bloße Symbolpolitik auf dem Rücken von Beschäftigten” nach Kräften wehren werde. “Wir erwarten andere Symbole zuerst: zum Beispiel eine klare Aussage, wie sich der Konzernvorstand zu seinen Boni-Zahlungen stellt. Hier muss die Devise lauten: mit gutem Beispiel voran”, sagte Osterloh.

Volkswagen steckt wegen des Skandals um manipulierte Abgaswerte in der größten Krise seiner fast 80-jährigen Konzerngeschichte. Dem Manager Magazin zufolge spielt VW-Markenchef Herbert Diess auch schon mit dem Gedanken, die Stammbelegschaft in den VW-Werken auszudünnen, was der Betriebsrat aber ablehne. Dafür müsste auch zuerst eine größere Hürde genommen werden: Für die rund 120 000 Beschäftigten im VW-Haustarif, der für die westdeutschen Werke der Volkswagen AG gilt, läuft eine ungekündigte Beschäftigungssicherung.

vw_144776_2.jpg Alle Artikel zur VW-Dieselaffäre

fv/dpa