VW Golf TDI

Auch der VW Golf TDI steht auf der Liste der Fahrzeuge, bei denen die CO2-Werte leicht geschönt sind. Bild: Volkswagen

Zumindest die CO2-Thematik kann der Autobauer zu den Akten legen. Wie bereits gemeldet, ist eine gemeinsame Überprüfung von Kraftfahrt-Bundesamt, Bundesverkehrsministerium und VW zum Resultat gekommen, dass der Fall um geschönte CO2-Werte weitaus weniger gravierend ist als ursprünglich angenommen. Nach umfassenden internen Prüfungen und Messkontrollen sei nun klar, dass fast alle diese Modellvarianten doch den ursprünglich festgestellten CO2-Werten entsprechen. Der Verdacht auf rechtswidrige Veränderung der Verbrauchsangaben von aktuellen Serienfahrzeugen hat sich nicht bestätigt. Bei den internen Nachmessungen wurden nur noch bei neun Modellvarianten der Marke Volkswagen leichte Abweichungen festgestellt.

Diese internen Messergebnisse würden nun bis Weihnachten unter behördlicher Aufsicht nochmals bei einem neutralen Technischen Dienst überprüft. Für die Fahrzeuge, für die dann die interne Feststellung zur Richtigkeit der ursprünglichen Angaben bestätigt wird, würden sich keine Konsequenzen ergeben. Sie können laut VW uneingeschränkt angeboten und verkauft werden. Für die wenigen Fahrzeugmodelle, bei denen Abweichungen vorhanden sind, werden die Genehmigungswerte im Rahmen üblicher Prozesse angepasst.

Volkswagen hat der Untersuchungskommission der Bundesregierung und dem Kraftfahrtbundesamt (KBA) diese Ergebnisse vorgetragen. Die ursprünglich vom Volkswagen Konzern veröffentlichte Anzahl von rund 800.000 verdächtigen Fahrzeugen hat sich nicht bestätigt. Abweichungen wurden in den internen Messungen nur bei neun Modellvarianten festgestellt und betragen im Mittel nur wenige Gramm CO2, was einer Erhöhung des Zyklusverbrauchs im NEFZ von etwa 0,1 bis 0,2 Liter auf 100 Kilometer entspricht. Diese Modellvarianten entsprechen mit einer Jahresproduktion von ca. 36.000 Einheiten nur etwa 0,5 Prozent des Volumens der Marke Volkswagen.

Die Realverbrauchswerte der Kunden würden sich nicht ändern, zudem seien keine technischen Maßnahmen an den Fahrzeugen notwendig. Die ursprüngliche erwartete Ergebnisbelastung in Höhe von 2 Milliarden Euro habe sich vor diesem Hintergrund nicht bestätigt. Ob in geringerem Umfang wirtschaftliche Belastungen entstehen, hänge nun vom Ergebnis der durchzuführenden Nachmessungen ab.

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fv