VW: Aus Konzernforschung wird Group Innovation

Will den klassischen Forschungsfokus erweitern: Dr. Axel Heinrich, Leiter Volkswagen Group Innovation. Bild: VW

Dr. Axel Heinrich, Leiter Volkswagen Group Innovation, sagt: „Mit der ganzheitlichen Neuausrichtung als Volkswagen Group Innovation mit unseren Centern in Europa, Asien und den USA justieren und bündeln wir die Innovationsaktivitäten im Unternehmen. Das erweitert unseren klassischen Forschungsfokus, lässt uns weltweite und regionale Schlüsseltechnologien und Disruptionen besser und eindeutiger erkennen und antizipiert noch schneller die Bedürfnisse unserer heutigen und zukünftigen Kunden.“

Zusammen mit dem kalifornischen Technologieunternehmen Quantum Scape ebnet der Volkswagen Konzern beispielsweise den Weg für noch leistungsfähigere Batterien. Ziel ist die Großserienproduktion von Festkörperbatterien bis zum Jahr 2025. Volkswagen hat in das neu gegründete Gemeinschaftsunternehmen 100 Millionen US-Dollar investiert und wird damit zum größten Anteilseigner. „Wir sind überzeugt, dass die höhere Reichweite, die kürzeren Ladezeiten und die gegebene Sicherheit der Feststoff-Technologie der Schlüssel für die nächste Generation elektrischer Antriebe sein wird“, bekräftigt Heinrich.

Neben der Festkörperbatterie entwickelt Volkswagen in Kooperation mit der US-Elite-Universität Stanford auch die Brennstoffzelle weiter. Um den Prozess und die Kosten effizienter zu gestalten, wird die eingesetzte Edelmetallmenge reduziert. Aufgabe von Group Innovation sei es, den Weg für die massentaugliche Produktion zu ebnen.

Der Schwerpunkt der Innovationsaktivitäten liege laut VW nicht mehr nur auf der Stärkung der aktuellen Kernkompetenzen der Forschung. Faktoren wie globale Vernetzung und die Entwicklung ganzheitlicher und abteilungsübergreifender Disziplinen würden weiter ausgebaut, um eine nachhaltige Transformation voranzutreiben.

„Denn Volkswagen Group Innovation erforscht nicht nur technische Grundlagen für Fahrzeuge, sondern auch alternative Materialien, beispielsweise vegane Innenausstattungen oder der Einsatz von Naturmaterialien“, heißt es in einer Mitteilung.