VW Jetta China breit

Das erste Billigauto von VW in China soll das Format des Jetta bekommen. Bild: VW

In verschiedenen Interviews hatte sich der VW-Generalbevollmächtigte Hans Demant, der für die Entwicklung der Low-Budget-Marke verantwortlich ist, bei der Peking Motorshow zum Stand des Projektes geäußert, darunter auch gegenüber der AUTOMOBIL PRODUKTION. Klar wurde dabei: Obwohl die Billigmarke noch keinen Namen hat – auch VW wird mit günstigen Autos in den Kampf um die Kunden einsteigen. Dabei geht es nicht um ein einzelnes Fahrzeug, sondern um den Aufbau einer Modellfamilie.

Der Fokus liegt zunächst auf China, die Billigmarke soll aber auch in weiteren asiatischen Märkten und in Südamerika verkauft werden. Westeuropa steht nicht auf der Agenda. Wie die Wirtschaftswoche unter Berufung auf Demant schreibt, könnte die Billigmarke ab Herbst 2016 in China gebaut werden. Starten wolle man mit einer viertürigen Stufenhecklimousine in der Größe des VW Jetta. Der niedrige Preis soll dadurch erreicht werden, dass das Fahrzeug mit nur einer Motorisierung und wenigen Ausstattungsvarianten angeboten wird. Laut Demant soll die Low-Budget-Marke sukzessive um weitere Modelle erweitert werden.

Das Absatzvolumen bezifferte Demant gegenüber der Wirtschaftswoche auf mindestens 200.000 nach der Startphase. VW befasst sich seit etwa zwei Jahren intensiv mit dem Budget-Auto. Nach Informationen aus dem Unternehmen hat sich der Hersteller schwer getan, eine Balance zwischen Low-Cost und dem hausinternen Qualitätsanspruch zu finden.
Während der VW-Vorstand das “Billigauto” bereits abgenickt hat, stehe die Zustimmung des Aufsichtsrats noch aus. Dieser könnte noch vor der Sommerpause eine Entscheidung fällen.

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Wirtschaftswoche/Frank Volk