Volkswagenlogo

MAN-Betriebsratschef Saki Stimoniaris hat den Versuch der Bundesregierung, Klagerechte von Verbrauchern gegenüber Unternehmen zu stärken, kritisiert. Bild: VW

"Verbraucherschutz klingt immer gut, aber Politiker müssen sich auch fragen, wen sie mit solchen Plänen ans Messer liefern", sagte Stimoniaris. Die Risiken für hunderttausende Arbeitsplätze in Deutschland seien mindestens so hoch zu bewerten wie die berechtigten Belange von Verbrauchern.

Die Autoindustrie zahle anständige Gehälter für Menschen mit ganz unterschiedlichen Qualifikationen. "Sammelklagen gegen große Arbeitgeber gefährden diesen sozialen Kitt für unsere Gesellschaft. Wer hier nicht umsichtig vorgeht, riskiert einen Zuwachs der prekären Beschäftigung", warnte der Betriebsrat am Dienstag in München

Die Bundesregierung will im Zuge der VW-Abgasaffäre die Klagerechte von Verbrauchern gegenüber Unternehmen stärken. Justizminister Heiko Maas (SPD) will in Kürze einen Entwurf für Musterfeststellungsklagen vorlegen, mit denen Verbraucherverbände Schadenersatzansprüche geltend machen könnten.

Fotoshow: VW muss nach Milliarden-Vergleich weiter bangen

  • Volkswagens Logo am Auto wird poliert.

    Der Fall ist auch nach der finalen Zustimmung zum Kompromiss mit US-Klägern für Volkswagen nicht ausgestanden. Bild: VW

  • Gemälde von Richter Charles Breyer im Gericht.

    Richter Charles Breyer will bekanntgeben, ob er dem zwischen VW und US-Zivilklägern ausgehandelten Kompromiss zur Beilegung des Rechtsstreits endgültig zustimmt. Davor will er sich noch einmal umfassend von den Streitparteien informieren lassen. Die Agenda der Anhörung lässt vermuten, dass dies einige Stunden dauern könnte. Bild: Wikipedia, Scott Wallace Johnston

  • In einer Produktionshalle von VW.

    Die Entscheidung dürfte entweder direkt im Anschluss oder in den nächsten Tagen fallen. VW hatte sich mit geschädigten Kunden sowie US-Behörden auf eine Vergleichszahlung von bis zu 14,7 Milliarden US-Dollar (13,4 Milliarden Euro) verständigt. Bild: VW

  • VWs Logo an einem Auto.

    Später erhöhte sich die Summe durch Einigungen mit Staatsanwälten und Autohändlern auf 16,5 Milliarden US-Dollar. Bild: VW

  • Geld: Münzen und Scheine.

    Dass Breyer den bislang teuersten Vergleich in der Automobil-Geschichte genehmigen wird, gilt als sehr wahrscheinlich. Der Richter hatte das Entschädigungsangebot des Konzern bereits vor Monaten als fair und angemessen eingestuft. Bild: Eyetronic-Fotolia.com

  • VW TDI Golf Bluemotion

    Bei der bislang erzielten Einigung geht es um rund 475 000 VW-Dieselwagen mit kleineren 2,0-Liter-Motoren. Bei etwa 85.000 Dickschiffen des Konzerns, die mit 3,0-Liter-Antrieb der Tochter Audi unterwegs sind, ringt man weiterhin mit den US-Behörden um eine Lösung. Bild: VW

  • Dieselmotor mit der internen Typenbezeichnung EA 189-Motor.

    Bis zur nächsten Anhörung am 3. November will Breyer konkrete Vorschläge sehen, wie diese laut US-Regulierern ebenfalls mit illegaler Software zur Abgaskontrolle ausgerüsteten Autos in einen gesetzeskonformen Zustand versetzt werden können. Bild: VW

  • 1.6 TDI Motor ( EA 189 ): Strömungsgleichrichter.

    Daran doktern die Ingenieure des Konzerns jedoch schon seit Monaten - bislang vergeblich. Sollte eine technische Umrüstung nicht möglich sein, könnte VW gezwungen sein, Kunden wie bereits bei den 2,0-Liter-Modellen Rückkäufe anzubieten. Bild: VW

  • Audi-Fertigung in Brüssel.

    Da es sich bei den größeren Wagen mitunter um teure Luxusmodelle der Oberklassetöchter Audi und Porsche handelt, dürfte das noch einmal richtig ins Geld gehen. Bild: Audi

  • Audi gehört zum Volkswagen-Konzern.

    Zudem könnte der Fall auch zu neuen Spannungen führen, da Motorenentwickler Audi die Täuschungsvorwürfe der US-Behörden bislang zurückweist. Bild: VW

  • 1.6 TDI Motor ( EA 189 ): Strömungsgleichrichter.

    Kurz nachdem VW die erste grundsätzliche Einigung im Massen-Rechtsstreit erzielt hatte, legte eine Reihe von Bundesstaaten bereits mit neuen Klagen nach. Vermont, Maryland, Massachusetts, New York, Washington und Pennsylvania wollen den Konzern wegen Verstößen gegen Umweltgesetze zur Rechenschaft ziehen. Bild: VW

  • Produktion Volkswagen Tiguan in der Fahrzeug-Endabnahme.

    VW strebt auch hier einen Vergleich an, spätestens am 1. November sollen die Verhandlungen beginnen. Weitere US-Staaten können sich den Klagen noch anschließen, dann würde es noch teurer. Bild: VW

  • Abgas qualmt aus dem Auspuff.

    Den größten Brandherd für VW dürften aber die strafrechtlichen Ermittlungen der US-Justiz darstellen. Nachdem im September der erste in den Skandal involvierte Ingenieur im Zuge einer Strafanzeige ein Geständnis abgelegt und Kooperation mit den US-Behörden versprochen hat, bleibt abzuwarten, wen der langjährige Mitarbeiter noch alles belastet. Bild: Stefan-Redel-Fotolia.com

  • VW auf dem Prüfstand.

    Das US-Justizministerium prüfe bereits, welches Strafmaß man dem Konzern wegen krimineller Vergehen zumuten könnte, berichtete der Finanzdienst Bloomberg vor wenigen Wochen unter Berufung auf Insider. VW und das Ministerium wollten sich dazu nicht äußern. Bild: VW