Als VW-Tochter künftig im Konzern für die Sportwagenentwicklung verantwortlich: 911er- und

Als VW-Tochter künftig im Konzern für die Sportwagenentwicklung verantwortlich: 911er- und Boxster-Montagelinie bei Porsche in Zuffenhausen. - Bild: Porsche

Volkswagen bindet den Sportwagenhersteller in die Modulstrategie des Konzerns ein. Porsche-Entwicklungen könnten damit künftig auch sportliche Modelle anderer Konzernmarken wie Audi, Bentley oder Lamborghini unterstützen. Für die Exotenmarke Lamborghini, die ihre Exemplare bisher in homöopathischen Dosen verkauft, eröffnet sich so die Chance, endlich profitabel zu arbeiten. Die Schwestermarke Audi dagegen dürfte hauptsächlich vom Imagetransfer profitieren, den der Zugriff auf Porsche-Module bietet.

“Angesichts des Erfolgs unserer modularen Längs- und Querbaukästen denken wir konkret auch über den Aufbau eines modularen Baukastens für Sportwagen nach”, sagte VW-Konzernchef Martin Winterkorn in Wolfsburg. Die Verantwortung dafür werde aller Voraussicht nach Porsche erhalten.

Der Sportwagenbauer wird damit im Konzerngeflecht auf eine Ebene gestellt mit der VW-Nobeltochter Audi, die die Verantwortung für den modularen Längsbaukasten (MLB) hat, und der VW-Zentrale in Wolfsburg, die für den geplanten modularen Querbaukasten verantwortlich ist.

VW und Porsche rücken so im Zeichen des geplanten Zusammenschlusses enger zusammen. Das sei ein wichtiges Signal vor der VW-Hauptversammlung, die in der kommenden Woche stattfindet, wie das Handelsblatt findet.

Damit sieht die Arbeitsteilung im VW-Konzern künftig so aus: VW hat die Führung für die kleinen Modelle, Audi für die großen ? und Porsche für die sportlichen.

Für die Controller sei dieses vom VW-Aufsichtsratschef vorangetriebene Modulsystem ein Traum, heißt es in dem Zeitungsbericht weiter. Schon die Kooperation zwischen Volkswagen, Audi, Skoda und Seat senke die Kosten dramatisch und verkürze die Entwicklungszeiten. Nun eröffnen sich diese Perspektiven auch im Sportwagensegment.