VW-Chef Herbert Diess

VW-Chef Herbert Diess bei der Grundsteinlegung für das neue MEB-Werk im chinesischen Anting (Shanghai) im vergangenen Oktober: Innovationen spielen sich laut Diess künftig zunehmend direkt in China ab. Bild: Volkswagen

China soll nach den Plänen von VW-Chef Herbert Diess künftig noch eine viel wichtigere Rolle für den deutschen Autokonzern spielen. «Die Zukunft von Volkswagen wird sich auf dem chinesischen Markt entscheiden», sagte Diess, der in diesem Monat persönlich die strategische Führung des China-Geschäfts übernehmen wird, am Montag (7. Januar) vor Journalisten in Peking.

Dass er China zur Chefsache erklärt hat, begründete Diess dabei vor allem mit den großen Veränderungen, die sich derzeit auf dem größten Automarkt der Welt abspielen.

Über viele Jahre hätten internationale Autobauer ihre Technologie von außen auf den chinesischen Markt gebracht. Doch nun spiele sich Innovation zunehmend direkt in China ab, wo Fähigkeiten etwa in der E-Mobilität oder bei selbstfahrenden Autos schon «weit entwickelt» seien. Dies sei auch Folge eines klaren Plans der chinesischen Führung, die dabei sei, das Land zu einem «internationalen Kraftzentrum der Autoindustrie» zu entwickeln.

«Wir werden Fähigkeiten, die wir heute nicht haben, vor allem in China aufbauen», sagte Diess. Notwendig seien dabei etwa «viel engere Beziehungen» mit chinesischen Technologie-Konzernen. Volkswagen werde seine Forschungsaktivitäten in Deutschland nicht zurückfahren, was Arbeitsplätze gefährden würde. Stattdessen sollen zusätzliche Ressourcen in China aufgebaut werden.

Diess, der im vergangenen Jahr etwa 20 Tage in China verbracht habe, ging davon aus, dass er künftig etwa doppelt so viel Zeit in der Volksrepublik verbringen werde. Zunächst werde er für den Umbau der Geschäfte an einer Gesamtstrategie arbeiten, zu der im laufenden Jahr Details verkündet werden sollen. Das Tagesgeschäft in China wird künftig Stephan Wollenstein führen. Jochem Heizmann, der bisherige China-Vorstand, geht Mitte Januar in den Ruhestand.

Wollenstein kündigte am Montag an, dass er trotz eines derzeit schwachen Marktumfelds «zuversichtlich» für weiteres Wachstum sei. Obwohl der chinesische Gesamtmarkt 2018 erstmals seit Jahrzehnten rückläufig war, habe der VW-Konzern Marktanteile gewonnen. Die Einführung neuer Modelle werde auch in diesem Jahr zu einem Absatzplus in China führen.

Als Antwort auf den sich schnell entwickelnden Markt für E-Autos in China hatte Volkswagen schon in den letzten Jahren milliardenschwere Investitionen angekündigt. Mit Subventionen für E-Autos und Einschränkungen für Verbrennungsmotoren will die chinesische Regierung erreichen, dass bis 2020 mindestens fünf Millionen Autos mit elektrischem Antrieb auf Chinas Straßen fahren. Im vergangenen Jahr wurden nach Schätzungen rund eine Million Autos mit elektrischem Antrieb in China verkauft.

  • Autojahr 2019_Porsche

    Der neue Porsche 911 der Baureihe 992 wird rund 50 Kilogramm an Gewicht zulegen. Bild: Porsche

  • Autojahr 2019_Mercedes

    Der Mercedes GLE bekommt ein neues Gesicht. Bild: Daimler

  • Autojahr 2019_Audi

    Der Audi e-Tron Sportback kommt gegen Ende des Jahres (Bild: Audi e-Tron Sportback Concept). Bild: press-inform / Audi

  • Autojahr 2019_VW ID

    Mit dem I.D. Neo läutet VW die Elektro-Offensive ein. Bild: Ingo Barenschee

  • Autojahr 2019_MB EQC

    Der Mercedes EQC kommt im Sommer. Bild: Oliver Schwarz

  • Autojahr 2019_BMW z4

    Der BMW Z4 überzeugt durch Agilität. Bild: BMW

  • Autojahr 2019_Kia

    Der Kia e-Niro schafft bis zu 615 Kilometer Reichweite. Bild: press-inform / Kia

  • Autojahr 2019_Toyota

    Aus dem Toyota Auris wird jetzt wieder der Corolla. Bild: Toyota

  • Autojahr 2019_VW T-Cross

    Der VW T-Cross spielt die Lifestyle-Karte. Bild: press-inform / VW

  • Autojahr 2019_Bentley

    Der Bentley Bentayga Hybrid kombiniert einen V6-Benziner mit einem E-Motor. Bild:

  • Autojahr 2019_Mazda

    Der Mazda hat ein mutiges Design. Bild: Mazda

  • Autojahr 2019_Porsche Taycan

    Auf den Porsche Taycan muss man wohl bis zum Ende des Jahres warten. Bild: press-inform

  • Autojahr 2019_Jaguar

    Der Jaguar F-Pace SVR hat 405 kW / 550 PS. Bild: Jaguar Land Rover

  • Autojahr 2019_Hyundai

    Der Hyundai i30 N Fastback hat bis zu 275 PS. Bild: press-inform / Hyundai

  • Autojahr 2019_BMW8er

    Für Freunde des großflächigen Stoffverdecks: das BMW 8er Cabrio. Bild:

  • Autojahr 2019_Citroen

    Der Citroen C5 Aircross setzt auf ein komfortables Fahrwerk. Bild: PSA