Matthias Müller, Volkswagen

VW-Chef Matthias Müller: Nach zähen Verhandlungen hat sich Volkswagen mit dem Betriebsrat auf den Abbau von weltweit bis zu 30 000 Arbeitsplätzen und zugleich Investitionen in Millionenhöhe geeinigt. Bild: Volkswagen

Der Zukunftspakt bei Volkswagen macht Europas größten Autobauer auch nach Ansicht von Konzernbetriebratschef Bernd Osterloh zukunftssicher. "Mit dem Zukunftspakt schaffen wir den Einstieg in eine neue Ära", sagte er. "Er stellt nach langem Ringen einen tragbaren Kompromiss dar." Zudem habe der Gesamtbetriebsrat bis Ende 2025 Beschäftigungsgarantien durchgesetzt. Der Pakt sei in Summe ein Schritt der Vernunft.

VW-Chef Matthias Müller betonte: "Der Zukunftspakt ist das größte Modernisierungsprogramm in der Geschichte unserer Kernmarke." Er ermögliche vor allem einen Transformationsprozess mit Blick auf die Zukunftsthemen Elektromobilität und Digitalisierung. "Uns allen ist bewusst: die eigentliche Arbeit beginnt erst jetzt", sagte er.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil würdigte die Einigung als klare und konsequente Orientierung auf die Elektromobilität. Wolfsburg würde im VW-Konzern das Zentrum schlechthin für den IT-Bereich und strahle damit auch in die Region aus. "Wir werden diese Chance beherzt nutzen", sagte der SPD-Politiker. "Das ist das größte Umbauprogramm in der Geschichte des Unternehmens."

Nach zähen Verhandlungen hat sich Volkswagen mit dem Betriebsrat auf den Abbau von weltweit bis zu 30 000 Arbeitsplätzen und zugleich Investitionen in Millionenhöhe geeinigt. VW will die Kosten bis 2020 um 3,7 Milliarden Euro pro Jahr drücken. Rund 20 000 Stellen sollen demnach alleine in Deutschland wegfallen.