Matthias Müller, Volkswagen

Matthias Müller auf dem Genfer Autosalon 2018: Der VW-Chef ruft dazu auf, die Distanz zwischen Industrie und Politik wieder zu abzubauen. Bild: Volkswagen

| von Andreas Karius

"Wenn die Regierung sie beschließt, tragen wir das mit." Zu einfach dürfe man es sich mit der Plakette zur Kontrolle von Fahrverboten aber nicht machen - sie dürfe "nicht pauschal nur auf Euro-6-Fahrzeuge geklebt werden", betonte er. Es gebe Euro-5-Fahrzeuge, die emissionsärmer führen als Autos mit der Abgasnorm Euro 6.

Eine blaue Plakette zur Kennzeichnung von Autos, die auch in Straßen oder Zonen mit Diesel-Fahrverboten fahren dürften, fordern unter anderem Kommunen und Umweltschützer. Der designierte Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) lehnte allerdings wie seine Vorgänger eine blaue Plakette für relativ saubere Dieselwagen ab.

Der VW-Chef sprach sich gegen generelle Fahrverbote aus. Zugleich rief er zu besserer Zusammenarbeit von Politik und Industrie auf: "Zuletzt ist die Distanz zwischen Industrie und Politik spürbar gewachsen. Aus nachvollziehbaren Gründen. Doch jetzt ist es Zeit, diese Distanz wieder abzubauen", schrieb er in einem Gastbeitrag für den Focus. Dabei gehe es nicht um "Kumpanei oder Hinterzimmer-Deals".

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