Martin Winterkorn will weiterhin an der VW-Spitze bleiben. (Bild: VW)

Martin Winterkorn will weiterhin an der VW-Spitze bleiben. (Bild: VW)

VW-Vorstandsvorsitzender Martin Winterkorn, dessen Vertrag noch bis Ende 2011 läuft, will länger an der Spitze des Wolfsburger Konzerns bleiben. “Es macht mir Spaß, ich fühle mich fit und wäre deshalb nicht abgeneigt, weiterzuarbeiten, wenn der Aufsichtsrat das wünscht”, sagte Winterkorn dem Nachrichtenmagazin “Spiegel”. Es gebe im Konzern “viele Themen, bei denen Kontinuität an der Spitze hilfreich ist”.

Das Nachrichtenmagazin “Focus” berichtete unterdessen unter Berufung auf Aufsichtsratskreise, dass Winterkorns Vertrag um mindestens vier Jahre verlängert werde. Die offizielle Entscheidung werde das Kontrollgremium schon im November oder spätestens im Februar 2011 treffen.

Im “Spiegel”-Interview räumte Winterkorn ein, dass sein Ziel, bis 2018 Toyota als größten Autohersteller der Welt abzulösen, “ein Kraftakt” sei. Die angestrebte Steigerung der Produktion auf zehn Millionen Fahrzeuge, die Integration von Porsche und die Zusammenarbeit mit Suzuki seien ambitionierte Ziele und “alles keine Selbstläufer”. VW wolle die Marke Porsche “noch mehr zum Strahlen bringen”, sagte der Manager. Es werde ein zusätzliches Modell geben, “ein neuer Geländewagen, ein kleiner Bruder des Cayenne, der Cajun heißen könnte”.

Der 63-jährige Winterkorn leitet den Autohersteller seit Anfang 2007. Er gilt als enger Vertrauter des Aufsichtsratschefs Ferdinand Piëch. Laut “Focus” unterstützt der Chef-Kontrolleur die Vertragsverlängerung ebenso wie die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat. Betriebsratschef Bernd Osterloh hatte sich bereits dafür ausgesprochen, dass Winterkorn noch länger den Konzern führt.

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