Die Autos von Volkswagen seien sicher, beschwor Heizmann die anwesenden Reporter. – Bild: VW

Die Autos von Volkswagen seien sicher, beschwor Heizmann die anwesenden Reporter. – Bild: VW

Heizmann wollte auf einem Pressetermin eigentlich über die VW-Strategie für die Fertigung von emissionsarmen Autos sprechen. Doch zunächst musste er auch auf die Rückrufe eingehen, weil sich chinesische Kunden zunehmend um die Sicherheit der Fahrzeuge von Volkswagen sorgen – auch was die lokal produzierten Sagitar-Limousinen betrifft. Dabei geriet Heizman gehörig in die Defensive.

“Wir haben keinen Zweifel daran, dass der Sagitar ein sicheres Auto ist – die Achse ist sicher. Das steht fest”, beschwor Heizmann die anwesenden Reporter und bezog sich damit auf die Schäden in den Hinterachsen bestimmter Modelle. Nach Ansicht der chinesischen Medien geht VW bei der Lösung des Problems nicht von der Sicherheit der Autobesitzer aus, sondern von den Kosten.

Zuvor im Oktober hatte ein Unternehmenssprecher erklärt, das Problem sei nach schweren Auffahrunfällen entstanden, bei denen die Hinterachse beschädigt worden sei. In jedem der Fälle sei die Torsionskurbelachse durchgebrochen, wenn der Fahrer weiter gefahren sei, anstatt das Auto zur Reparatur zu bringen.

Um die Sorgen zu zerstreuen bietet VW den Kunden kostenlose Inspektionen und wenn nötig eine Veränderung der Achse an, wie Heizmann bekräftigte. Zudem verlängert der Konzern die Garantie für die Achse auf zehn Jahre. Ein Zeichen des guten Willens. Doch die chinesischen Kunden scheinen damit nicht zufrieden zu sein. Einige wollen die Achse komplett ersetzt bekommen, andere machen ihrem Ärger im Internet Luft. Während es in Shanghai und Shenzhen bereits zu Demonstrationen kam, riefen verärgerte Autobesitzer in den sozialen Medien zu weiteren Protesten in 100 weiteren chinesischen Städten auf.

Alle Beiträge zum Stichwort Volkswagen

Gabriel Pankow