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Nach wie vor behalte sich der Konzern vor, bis zu 24,9 Prozent der Traton-Aktien zu verkaufen, sagte Witter. Im Rahmen des Traton-Börsengangs gilt aber zunächst eine Haltefrist von sechs Monaten. Bild: Traton

Der Autobauer Volkswagen hält die Bedingungen am Kapitalmarkt rund um den geplanten Börsengang seiner Lkw- und Bustochter Traton weiter für schwankungsanfällig. "Ich glaube, es ist kein Geheimnis, dass das Marktumfeld weiter volatil ist", sagte Volkswagen-Finanzvorstand Frank Witter am Montag (17. Juni 2019) in einer Telefonkonferenz.

Als Gründe nannte er unter anderem die Handelsstreitigkeiten auf der Welt. Angesichts der Bedingungen halte Volkswagen das eigene Angebot, zunächst 10 % der Traton-Aktien anzubieten, für angemessen.

Die Wolfsburger bieten ein Zehntel der 500 Millionen Traton-Aktien für einen Stückpreis von 27 bis 33 Euro an. Hinzukommen könnten Aktien aus einer Mehrzuteilungsoption, wodurch der Streubesitz auf bis zu 11,5 % steigen könnte. Volkswagen könnte damit brutto bis zu 1,9 Mrd Euro erlösen. Nach Abzug von Kosten unter anderem für Berater und die beteiligten Investmentbanken von bis zu 118 Mio Euro bleiben dann laut Wertpapierprospekt voraussichtlich netto bis zu knapp 1,8 Mrd Euro übrig.

Nach wie vor behalte sich der Konzern vor, bis zu 24,9 Prozent der Traton-Aktien zu verkaufen, sagte Witter. Im Rahmen des Börsengang gilt aber zunächst eine Haltefrist von sechs Monaten. Der Angebotszeitraum beginnt laut Witter am 17. Juni 2019 und läuft bis zum 27. Juni, einen Tag vor dem geplanten ersten Handelstag. Den Wertpapierprospekt für die Erstnotiz hatte die Finanzaufsicht Bafin am Freitag (14. Juni 2019) genehmigt.