VW Crossblue

Der Crossblue soll die Absatzzahlen von VW in den USA wieder ankurbeln – auf den Markt kommt die Gelände-Limousine allerdings erst 2016. Bild: Volkswagen

VW hat weiter einen schweren Stand im US-Markt. Die Kernmarke von Europas größtem Autobauer verkaufte mit knapp 26 000 Neuwagen fast 19 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Das war der 18. Monat in Folge mit rückläufigen Verkaufszahlen. Die Wolfsburger wollen erst 2016 ein neues SUV-Modell speziell für den US-Markt auf die Straße bringen.

Toyota bleibt hinter Erwartungen zurück

Volkswagens größter Rivale Toyota brachte es allerdings auch nur auf ein Mini-Plus von 1,7 Prozent und blieb damit deutlich hinter den Erwartungen der Branchenkenner zurück. Überraschend kräftig zogen die Geschäfte hingegen beim japanischen Wettbewerber Nissan an, der seine Verkäufe um 18,5 Prozent steigern konnte.

Audi und Porsche deutlich im Plus

Die VW-Premiumtochter Audi legt beim US-Absatz indes weiter kräftig zu. Im September stiegen Verkaufszahlen im Jahresvergleich um rund 14 Prozent auf knapp 14 900 Neuwagen. Treibende Kraft war der neue A3, der seit dem Frühjahr bei den Händlern steht und von dem im September 2340 Exemplare abgesetzt wurden.

Der neue Kompakt-SUV Macan und die 911er-Sportwagen haben auch Porsche ein deutliches Verkaufsplus beschert. Insgesamt brachte die VW-Luxustochter 3607 Neuwagen auf die Straße und damit 16,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Alleine vom Macan – erst seit diesem Jahr bei den Händlern – verkaufte Porsche rund 700 Stück.

BMW und Daimler feiern Absatzerfolge

BMW bleibt in den USA ebenfalls auf Wachstumskurs. Im September setzte der Konzern rund 29 800 Neuwagen seiner Marken BMW und Mini ab – das waren 3,2 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Auch Daimler konnte Verkaufserfolge feiern. Im September setzte das Unternehmen gut 27 300 Pkw seiner Kernmarke Mercedes-Benz ab und damit knapp elf Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

GM und Chrysler legen zu – Ford schwächelt

An der Spitze der Absatzliste für September liegen die US-Branchenriesen Chrysler und GM mit einem Plus von jeweils 19 Prozent. GM lieferte dank starker SUV- und Pickup-Verkäufe im letzten Monat rund 223 400 Fahrzeuge aus – so viele wie seit September 2011 nicht mehr. Bei Chrysler kurbeln weiter Schwergewichte der Marke Jeep und die Pickup-Trucks von Ram den Absatz an.

Ausgerechnet der US-Autobauer, der am besten durch die Krise gekommen war, schwächelte hingegen: Ford, die Nummer zwei in Amerika, musste im September Verkaufseinbußen von 2,7 Prozent hinnehmen. Bereits zu Wochenbeginn hatte das Unternehmen Aktionäre beim Investorentag mit einer Gewinnwarnung geschockt.

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Gabriel Pankow