VW FAW

Im Beisein von Kanzlerin Merkel und Chinas Ministerpräsident Li Keqiang verlängerten VW-Chef Winterkorn (rechts) und Xu Jianyi, Vorsitzender der FAW Group, das bestehende Joint Venture der Unternehmen um 25 Jahre.

Die wirtschaftpolitische Bedeutung der Partnerschaft wurde schon durch den Ort der Vertragsunterzeichnung am Freitag (10. Oktober) deutlich: Im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Chinas Ministerpräsident Li Keqiang unterzeichneten VW-Chef Martin Winterkorn und Xu Jianyi, Vorsitzenderder der FAW Group, den langfristigen Kontrakt. Über das übliche Autogeschäft hinaus soll vor allem der Bereich alternative Antriebe beim weiteren Ausbau der Partnerschaft im Vordergrund stehen.

Volkswagen ist in China mit zwei Joint-Venture-Partnern unterwegs: FAW und SAIC. Ein örtlicher Partner ist in China Vorschrift. Die Wolfsburger hatten ihre Zusammenarbeit mit SAIC bereits 2002 bis zum Jahr 2030 fortgeschrieben. China-Vorstand Jochem Heizmann sagte am Freitag: “Unser Erfolg in China wäre ohne unsere langjährigen Joint-Venture-Partnerschaften nicht möglich gewesen.”

Mit etwa einem Drittel Anteil entscheidet das asiatische Riesenreich maßgeblich über Wohl und Wehe beim VW-Absatz. Das zeigte sich auch am Freitag aufs Neue, als VW auch den Konzernabsatz meldete: Von den in den ersten drei Quartalen ausgelieferten 7,4 Millionen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen entfiel mehr als ein Drittel auf China.

An seinem zweiten chinesischen Gemeinschaftsunternehmen mit SAIC hält Volkswagen bereits 50 Prozent – eine höhere Beteiligung ist nicht möglich. Beim Partner FAW sind es bisher 40 Prozent am gemeinsamen Unternehmen – entsprechend ist die Aufteilung der Gewinne. Allerdings machte Chinas Ministerpräsident VW zuletzt Hoffnung auf eine höhere Beteiligung.

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fv / dpa