Martin Winterkorn

Um sich den Traum von der Marktführerschaft zu erfüllen, greift Volkswagen-Lenker Martin Winterkorn tief in die Tasche. - Bild: VW

“2012 war das beste Verkaufsjahr aller Zeiten. Mit unserer Strategie 2018 sind wir erneut einen deutlichen Schritt vorangekommen”, sagte Winterkorn am Rande der Automesse von Detroit.

Toyota ist weit weg – aber nicht uneinholbar

Schon in diesem Jahr könnte sich Volkswagen am Erzrivalen General Motors vorbeischieben und zum zweitgrößten Hersteller werden. Der Weg zum Marktführer Toyota ist aber noch weit – und von hinten drängelt mit der südkoreanischen Allianz aus Hyundai und Kia ein ernstzunehmender Konkurrent um die künftige Krone im Automobilmarkt.

Bis spätestens 2018 will Winterkorn den Branchenprimus Toyota eingeholt haben. Im vergangenen Jahr haben die Wolfsburger einen weiteren Schritt in Richtung Weltspitze gemacht: Europas Nummer eins wuchs deutlich stärker als der US-Autobauer General Motors. Vorne dürfte aber erneut Toyota liegen, auch wenn Zahlen noch nicht bekannt sind, weil das Geschäftsjahr noch bis Ende März läuft.

Experten sehen VW in besserer Ausgangslage

Volkswagen sehen die Autoexperten in einer deutlich besseren Ausgangslage. “Der Volkswagen-Konzern besitzt im Vergleich zu GM eine deutlich höhere Dynamik in wichtigen Kernmärkten und kann mit seinen Top-Marken Audi, VW, Skoda und Porsche auf ein breiteres und hochwertigeres Produktportfolio zurückgreifen”, so Stefan Bratzel. Halte die Dynamik bei den Wolfsburgern an, könnten sie bereits 2013 auf Rang zwei vorrücken und die Amerikaner überholen.

Um sich den Traum von der Marktführerschaft zu erfüllen, greift Volkswagen-Lenker Winterkorn tief in die Tasche. Im November gab VW das größte Investitionsprogramm der Firmengeschichte bekannt. Gut 50 Milliarden Euro sollen in den nächsten drei Jahren in neue Produkte, Werke und Technologien gesteckt werden, hinzu kommen zehn Milliarden Euro aus den chinesischen Joint Ventures mit den heimischen Autobauern FAW und SAIC.

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Dow Jones Newswires/dpa/Guido Kruschke