S19_4272

Auch der Sportwagenbauer Porsche profitierte von seinen SUV-Modellen. Vor allem das neue Modell vom Cayenne und der aufgefrischte Kompakt-SUV Macan (im Bild) fanden Anklang bei der US-Kundschaft. Bild: Porsche

| von Tino Böhler

Nach zwei schwächeren Monaten hat Volkswagen beim Absatz in den USA wieder kräftig zugelegt. Im von der Black-Friday-Rabattschlacht geprägten November verkauften die Wolfsburger 29.218 Neuwagen mit VW-Logo und damit 9,1 % mehr als im Vorjahresmonat. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Grund war der reißende Absatz von SUVs mit einem Plus von 30 %.

Bei den in den USA beliebten Stadtgeländewagen hatte VW mit dem frischen Modell vom Tiguan und dem neuen Atlas eine Offensive gestartet. Beim volumenstärksten US-Modell Jetta und beim Passat sanken die Verkäufe hingegen. In der bisherigen Jahresbilanz steht VW mit 4,2 % im Plus und ist auf Kurs, erstmals wieder mehr Autos in den USA loszuwerden als vor dem 2015 aufgeflogenen Abgas-Skandal.

Auch der Sportwagenbauer Porsche profitierte von seinen SUV-Modellen. Die Volkswagen-Tochter erhöhte den US-Absatz im November um starke 11,5 %. Vor allem das neue Modell vom Cayenne und der aufgefrischte Kompakt-SUV Macan fanden Anklang bei der US-Kundschaft. Der ebenfalls zum VW-Konzern gehörende Premium-Hersteller Audi verkaufte mit 20 618 Autos sogar gut ein Fünftel mehr als im Vorjahr.

Auch für die deutsche Oberklasse-Konkurrenz lief es im vergangenen Monat rund auf dem US-Markt: BMW brachte mit 31.213 Stück 10,2 % mehr Fahrzeuge seiner Kernmarke auf die Straße als vor einem Jahr. Bei der Tochter Mini gab es indes Einbußen. Rivale Daimler steigerte die Mercedes-Benz-Verkäufe im November verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um deutliche 8,7 % auf 33.721 Autos.

Branche profitiert vom Black Friday

Auch insgesamt schaltete der US-Automarkt im November nach den relativ schwachen Vormonaten wieder einen Gang hoch. VW-Rivale Toyota schaffte ein starkes Absatzplus von 9,2 %, Honda und Hyundai legten dank des SUV-Booms ebenfalls kräftig zu. Die Hersteller halfen allerdings stark mit Sonderangeboten und Kaufanreizen nach. Die Branche profitierte zudem von der alljährlichen Shopping-Orgie rund um den Black Friday und einem Verkaufstag mehr als im Vorjahr.

Nach Schätzung des Analysehauses Cox Automotive dürften die Verkäufe branchenweit um 4 % verglichen mit dem Vormonat zugenommen haben. Es haben aber noch nicht alle Hersteller ihre Zahlen vorgelegt. Die monatliche Absatzstatistik hat ohnehin stark an Aussagekraft eingebüßt, da die drei US-Marktführer General Motors, Ford und Fiat Chrysler nur noch quartalsweise berichten.