Wolfgang Schreiber

Wolfgang Schreiber: "2013 ist das vierte Jahr in Folge, in dem der Absatz zweistellig steigt." - Bild: VW

Der Absatz der Volkswagen-Tochter kletterte auch dank der zahlungskräftigen Kundschaft aus dem Nahen Osten um 19 Prozent auf 10.120 Autos. Ihrem Ziel, bis 2018 jährlich 15.000 Fahrzeuge zu verkaufen, sind die Briten damit einen gewaltigen Schritt näher gekommen.

Luxusautobauer besonders exportfreudig

Die meisten Autos setzte Bentley einmal mehr auf den amerikanischen Märkten ab, wo es um 28 Prozent auf 3.140 Stück nach oben ging. Im Nahen Osten war jedoch das Wachstum mit 45 Prozent am stärksten. Ein Plus von 38 Prozent verzeichnete dabei allein das Flaggschiff aus der britischen Edelschmiede, der ab 300.000 Dollar erhältliche Bentley Mulsanne.

Auf dem robusten britischen Markt rollten 25 Prozent mehr Bentleys aus den Autohäusern, auf dem europäischen Kontinent betrug das Wachstum noch elf Prozent.

Bentley will Absatzeinbrüche wie 2008 und 2009 in Zukunft vermeiden, als die Finanzkrise mit dem Ende des Produktzyklus des beliebtesten Modells zusammenfiel. So hat Bentley im August die neue Modellreihe des Flying Spur vorgestellt, die bei 200.000 Dollar beginnt. In nur vier Monaten wurden 2.005 Stück verkauft, das Vorgängermodell Continental Flying Spur kam in einem Jahr auf 2.700 Exemplare.

2013 spendierte Bentley bestehenden Modellreihen mit dem GT Speed Convertible und dem GT V8 S, der als Coupé oder Cabrio dieses Jahr zu haben sein wird, weitere Varianten.

Vorstoß ins wachstumsstarke SUV-Segment

Übernächstes Jahr soll schließlich das erste Bentley-SUV auf den Markt kommen, nachdem die Konzernmutter Volkswagen im Juli grünes Licht für die Serienfertigung gegeben hatte. Damit stoßen die Briten in einen der am schnellsten wachsenden Sektoren des Automarktes vor und treten direkt gegen den Heimatkonkurrenten Jaguar Land Rover an. Die Tochter der indischen Tata Motor hatte vor über einem Jahr ein Luxus-SUV auf den Markt gebracht.

Bentley-Manager haben signalisiert, dass das SUV bei Preisen von 140.000 bis 180.000 Dollar losgehen könnte, das jährliche Verkaufsziel soll bei 3.000 bis 4.000 Autos liegen. Der neue Range Rover HSE der Konkurrenz ist ab rund 110.000 Dollar zu haben.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke