VW USA Chattanooga breit

Ärger in der Gewerkschaftsfrage, schwacher Absatz: In Nordamerika läuft es für den VW-Konzern im ersten Quartal nicht rund. Bild: VW

“Positive Impulse verzeichneten wir weiterhin in der Region Asien-Pazifik mit China als größtem Einzelmarkt des Konzerns. Zudem scheinen die Märkte in der Region Westeuropa zu leichtem Wachstum zurückzukehren. Mit Blick auf die Marken des Konzerns konnten Audi, ?KODA und auch SEAT prozentual am stärksten zulegen und die Verkäufe teilweise deutlich steigern”, so Klingler weiter.

Europa erholt, Nord- und Südamerika schwach

In Gesamteuropa verkauften die Marken des Konzerns im ersten Quartal 958.600 (881.600; +8,7 Prozent) Fahrzeuge. Davon entfielen 516.600 (477.400; +8,2 Prozent) Einheiten auf die Region Westeuropa (ohne Deutschland). Im Heimatmarkt Deutschland lag das Plus bei 7,9 Prozent (282.800 Einheiten), in der Region Zentral- und Osteuropa bei +12 Prozent (159.200 Einheiten). Erwartet schwach war angesichts der aktuellen politischen Entwicklung Russland mit einem Minus von 2,1 Prozent.

Lange Gesichter auch in Nord- und Südamerika. In Nordamerika verlor der VW-Konzern von Januar bis März gegen den Trend 4,1 Prozent auf 197.300 verkaufte Fahrzeuge. In der Südamerika sind die Absatzzahlen mit -23,1 Prozent tiefrot, ganz schwach der wichtige brasilianische Markt mit -20,5 Prozent auf 127.700 (Verkäufe.

Asien weiter stark

Erfreuliche Verkaufszahlen verzeichnete der Konzern weiterhin in der Vertriebsregion Asien-Pazifik. Hier wurden im ersten Quartal 978.700 (860.700; +13,7 Prozent) Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert. Auf China als größten Einzelmarkt des Konzerns entfielen davon 880.700 (769.200; +14,5 Prozent) Einheiten. In Indien gingen die Auslieferungen hingegen auf 18.100 (25.900; -30,4 Prozent) Fahrzeuge zurück.

Pkw-Konzernmarken im Überblick

Volkswagen Pkw lieferte von Januar bis März weltweit 1,48 (1,43; +3,9 Prozent) Millionen Fahrzeuge aus. Weiterhin positiv entwickelte sich die Marke mit 740.100 (653.500; +13,3 Prozent) Verkäufen in der Region Asien-Pazifik. In Gesamteuropa lieferte Volkswagen Pkw 422.300 (396.200; +6,6 Prozent) Fahrzeuge aus, im Heimatmarkt Deutschland 133.100 (126.500; +5,3 Prozent) Einheiten.

Audi verkaufte im ersten Quartal weltweit 412.800 (369.500; +11,7 Prozent) Fahrzeuge. Positiv entwickelten sich die Auslieferungen der Premiummarke mit Plus 21,3 Prozent auf 150.700 Einheiten im Raum Asien-Pazifik. Leicht positiv mit einem Plus von 3,9 Prozent auch die Entwicklung in Nordamerika.

Der Sportwagenhersteller Porsche lieferte per März insgesamt 38.700 (37.000; +4,5 Prozent) Fahrzeuge aus. Besonders gefragt waren die Fahrzeuge des Stuttgarter Automobilherstellers dabei im Raum Asien-Pazifik mit 13.200 (11.700; +13,5 Prozent) Auslieferungen sowie in der Region Nordamerika mit 11.100 (10.500; +5,3 Prozent) verkauften Fahrzeugen.

?KODA steigerte seine Verkäufe in den ersten drei Monaten um 12,1 Prozent und lieferte insgesamt 247.200 (220.400) Fahrzeuge aus. Der tschechische Automobilhersteller verkaufte in Zentral- und Osteuropa 63.900 (53.900; +18,6 Prozent) Einheiten. Auch in Westeuropa (ohne Deutschland) konnte die tschechische Marke zulegen und lieferte 69.600 (58.400; +19,1 Prozent) Fahrzeuge aus.

SEAT verkaufte per März weltweit 93.400 (87.100) Fahrzeuge und steigerte damit seine Auslieferungen um +7,3 Prozent. Zulegen konnte die spanische Marke dabei vor allem in Deutschland mit einem Plus von 14,8 Prozent auf 19.000 (16.600) Fahrzeuge und in Großbritannien, wo das Unternehmen 13.900 (11.500; +21,0 Prozent) Einheiten verkaufte. Deutlich steigerte SEAT zudem seine Auslieferungen in Zentral- und Osteuropa: 5.700 (3.100; +85,6 Prozent) Verkäufe wurden in der Region per März verzeichnet.

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VW / Frank Volk