Volkswagen will in China Low-Cost-LKWs zwischen 2,8 und 7,5 Tonnen anbieten. (Bild: VW)

Volkswagen will in China Low-Cost-LKWs zwischen 2,8 und 7,5 Tonnen anbieten. (Bild: VW)

Die Volkswagen AG will laut einem Zeitungsbericht am Boom in Schwellenländern auch im Bereich der Nutzfahrzeuge teilhaben. Zu diesem Zweck will der DAX-Konzern aus Wolfsburg endlich ein Produkt für diese Region auf den Markt bringen. Der Chef der Volkswagen-Nutzfahrzeugsparte, Wolfgang Schreiber, sagte dem “Handelsblatt”: “Wir müssen einen Weg finden, internationaler zu werden.”

Konkret habe er den chinesischen Markt im Auge. Die Marke brauche “Low-Cost-Produkte – und diese lokal produziert”, so der Manager weiter. Im Visier hat Schreiber bereits ein bestimmtes Segment. “In China sind besonders kleine LKW attraktiv, zwischen 2,8 und 7 Tonnen. Es ist an der Zeit, das Thema anzugehen.”

Insgesamt rechnet Schreiber für die 2009 krisengebeutelte Nutzfahrzeugsparte mit einem besseren Geschäftsjahr 2010. “Wir sehen, dass die Talsohle durchschritten ist. Es geht stabil aufwärts”, sagte er dem Blatt. Er sehe in diesem Jahr insgesamt einen steigenden Absatz. “Unser Ziel ist rund 45.0000 Fahrzeuge anstelle von 35.5000 im Jahr 2009″, sagte er. Treiber seien ein Wachstum des Marktes und eine erfolgreiche Erneuerung der wichtigsten Modelle T5 und Caddy.

Als Erfolg beurteilte der Manager das neue Pick-Up Modell Amarok. “Schon heute ist absehbar, dass der Bedarf in zwei Jahren unsere maximale Kapazität in unserem Werk in Argentinien übertreffen wird. Deshalb müssen wir die Fertigung rechtzeitig erweitern.” In Argentinien kann Volkswagen pro Jahr maximal 100.000 Fahrzeuge jährlich fertigen.

Schreiber will das Auto deshalb auch in Deutschland bauen. “Das Volumen für Europa, Russland, aber auch Australien möchten wir gern in Hannover fertigen. Wir kalkulieren mit 40.000 Einheiten pro Jahr. Das wäre eine gute Nachricht für unser Stammwerk, sichert ein solcher Schritt doch mehr als 500 Arbeitsplätze. Mitte 2012 könnte es losgehen.” Langfristig rechnet Schreiber inklusive Amarok-Ablegern mit einem Absatz von mehr als 200.000 Fahrzeugen pro Jahr.

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