Die ersten Schnelllader an Europas Autobahnen aus der Kooperation der Autobauer BMW, Daimler, Ford und Volkswagen werden 2018 stehen: Thomas Sedran beim AUTOMOBIL FORUM. Bild: Steinheisser

Die ersten Schnelllader an Europas Autobahnen aus der Kooperation der Autobauer BMW, Daimler, Ford und Volkswagen werden 2018 stehen: Thomas Sedran beim AUTOMOBIL FORUM. Bild: Steinheisser

Der Zusammenschluss der vier Autohersteller BMW, Daimler, Ford und Volkswagen mit den Töchtern Audi und Porsche zum Aufbau eines Schnellladenetzes entlang den wichtigen Autobahnverbindungen in Europa gilt als  Musterbeispiel für den neuen Kooperationsgeist in der Autoindustrie. Erst Ende November 2016 aus der Taufe gehoben, komme die für das operative Geschäft gegründete European High Power Charging GmbH zügig voran, so Thomas Sedran, Chefstratege des Volkswagen-Konzerns, beim AUTOMOBIL FORUM in München. Inzwischen habe man fast alle formalen Hürden genommen, die Zusammenarbeit laufe reibungslos. Die gute Botschaft für die Elektroauto-Fahrer: „2018 werden die ersten Schnelllader stehen. Damit kann man sich auch mit dem Elektroauto sorgenfrei auf die Urlaubsreise begeben“, sagte Sedran.

Die Hersteller wollen mit vereinten Kräften das leistugsstärkste Ladenetz für Elektroautos in Europa errichten. Im ersten Schritt sind ca. 400 Stationen entlang den Fernstraßen in Europa geplant. Die Stationen nutzen den Einheitsstecker CCS (Combined Charging System) - damit bleiben zum Beispiel Elektroautos von Tesla oder Mitsubishi außen vor. An den Stationen soll DC-Schnellladen (Gleichstrom)  mit bis zu 350 kWmöglich sein. Damit können auch große Akkus theoretisch in wenigen Minuten geladen werden.