Wie andere Hersteller leidet Volkswagen unter der schweren Krise der russischen Autoindustrie. Jetzt

Wie andere Hersteller leidet Volkswagen unter der schweren Krise der russischen Autoindustrie. Jetzt streichen die Wolfsburger das Modellprogramm zusammen. Bild: VW

Wie auch andere Autobauer haben die Wolfsburger auf die schwere Absatzkrise am russischen Automarkt mit diversen Produktionsstopps reagiert und so die Fahrzeugproduktion dem geringeren Bedarf angepasst. Nun geht VW laut einem Bericht in russischen Medien einen Schritt weiter und streicht den Familienvan Touran und den Scirocco aus dem Modellprogramm. Der Touran wird in Russland seit 10 Jahren angeboten, der Scirocco seit 2009. Während der Van aus Wolfsburg nach Russland importiert wird, kommt der Scirocco aus dem spanischen Setubal. Im Durchschnitt der vergangenen vier Jahre wurden vom Touran knapp über 1.300 Einheiten pro Jahr verkauft, vom Scirocco etwa 350 Einheiten. Durch den schwachen Rubel und die dürftige Nachfrage lohne es sich nicht mehr, die Fahrzeuge weiter anzubieten.

Der VW-Absatz in Russland ist in den ersten zehn Monaten des Jahres um 39 Prozent in die Knie gegangen, womit die Wolfsburger zu den größten Verlierern unter den Top 10-Marken zählen und noch schwächer liegen als der Gesamtmarkt mit ca. -30 Prozent. Meistverkauftes Modell des Herstellers ist der Polo, gefolgt von Tiguan und Jetta. Vom Polo wurden in den ersten 10 Monaten rund 36.000 Einheiten verkauft, im vergangenen Jahr waren es noch 48.428 Einheiten. Damit liegt der Kleinwagen der Wolfsburger auf Rang 4 der Verkaufscharts in Russland. Der Gesamtabsatz der Marke Volkswagen nach den ersten zehn Monaten lag bei knapp 63.000 Einheiten, im vergangenen Jahr waren es gut 103.000 Fahrzeuge.

Alle Beiträge zu den Stichwörtern VW Russland

Frank Volk