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Mit einer Bewertung von rund 20 Milliarden Euro könnte Traton einer der größten Börsengänge der vergangenen Jahre werden. Mit 81.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 24 Milliarden Euro ist Traton einer der weltweit führenden Hersteller von Lastwagen und Bussen. Bild: Traton

Der Aufsichtsrat von Volkswagen will einem Pressebericht zufolge im Dezember über den Börsengang der Lkw-Tochter Traton beraten. Wenige Tage vor Weihnachten sei dazu ein außerordentliches Treffen des 20-köpfigen Kontrollrats geplant, berichtet das Handelsblatt am Freitag unter Berufung auf Konzernkreise. Beschlüsse werde der Aufsichtsrat nach derzeitigem Stand nicht fällen, vielmehr solle das Gremium über den Stand der Vorbereitungen informiert werden. Das Unternehmen wollte dies gegenüber der Zeitung nicht kommentieren.

VW will Traton mit den Marken MAN, Scania und Volkswagen laut Zeitung im Frühjahr kommenden Jahres an den Kapitalmarkt bringen. Mit einer Bewertung von rund 20 Mrd Euro könnte dies einer der größten Börsengänge der vergangenen Jahre werden. Mit 81.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 24 Mrd Euro ist Traton einer der weltweit führenden Hersteller von Lastwagen und Bussen.

Zudem werden die Kontrolleure dem Bericht zufolge über die Besetzung des Traton-Aufsichtsrats sprechen. Während die Eigentümerfamilien Porsche und Piëch in dem Gremium vertreten sein werden, müsse das Land Niedersachsen als zweitgrößter VW-Aktionär einen Statthalter entsenden. Ein Politiker als Aufsichtsrat von Traton könne bei den Investoren aber auf Widerstand stoßen, zitierte die Zeitung Kreise. Ein staatlicher Einfluss fließe meistens negativ in die Bewertung eines Börsenkandidaten.