Michael Macht

Michael Macht verlässt Volkswagen - laut Pressemitteilung erfolgte die Trennung einvernehmlich. Bild: Volkswagen

Vorstandschef Martin Winterkorn ließ erklären: “Wir danken ihm für seine Leistung.” Eine nähere Begründung für die Personalie nannte Volkswagen nicht. Bis zur Berufung eines Nachfolgers übernehme Thomas Ulbrich, Produktionschef der Kernmarke VW-Pkw, die Aufgaben kommissarisch.

Mitte Juli hatte Winterkorn vor einer internen Runde mit mehr als 1000 Führungskräften in Wolfsburg dringliche Probleme im Konzern angesprochen. Dabei kritisierte er nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa auch die Fabrikkosten: Die Planung der Anlagen sei oft zu groß, zu komplex und zu teuer. Zudem sei die volle Verfügbarkeit häufig erst mit Verspätung gewährleistet. Der Konzern mit seinen zwölf Marken zählt weltweit 106 Fabriken.

Winterkorn monierte auch die Umsetzung der zentralen Strategie für das Baukastensystem MQB, mit dem der Konzern aus Kostengründen immer mehr identische Bauteile in unterschiedliche Modelle bringen will. Das Ausrollen der Baukästenstrategie sei “ein echter Kraftakt”, wobei Winterkorn neben Entwicklung und Einkauf auch die Werke erwähnte.

In Medienberichten war über die bevorstehende Ablösung von Macht sowie von VW-Vertriebschef Christian Klingler spekuliert worden.

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dpa-AFX / gp