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Bislang war die Wechselprämie nur Kunden in besonders belasteten Städten vorbehalten, das Angebot wird nun aber bei VW und Audi ausgeweitet. Bild: ks

Neuwagenkäufer könnten je nach Modell zwischen 500 und 7.000 Euro einstreichen. Auch die Konzerntochter Audi veröffentlichte zeitgleich ein entsprechendes Angebot, bei dem modellabhängig gestaffelt Preisvorteile zwischen 2.000 und 9.000 Euro gelten. 

Auto-Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer sprach allerdings von reinen Verkaufsanreizen, im Kampf gegen Diesel-Fahrverbote bringe dies nichts. Dudenhöffer verwies auf den Kampf des Autobauers mit dem neuen Abgas-Standard WLTP, die mühsame Zertifizierung laste auf den Marktanteilen. Die bundesweite Ausweitung der Prämie sei dazu gedacht, VW im Markt zu stabilisieren.

Laut Volkswagen gilt weiterhin auch der - Umweltprämie genannte - Rabatt beim Verschrotten eines Euro-1- bis Euro-4-Diesels. Seit August 2017 seien konzernweit rund 240.000 alte Diesel gegen modernere Fahrzeuge ausgetauscht worden, zusammen mit den Software-Updates für Diesel-Autos würden so jährlich mehr als 10.000 Tonnen an Stickstoffdioxid-Emissionen vermieden. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte den VW-Vorstoß kürzlich begrüßt - und versucht, den Druck auf die Konkurrenz zu erhöhen.

Auch andere Autobauer, darunter Daimler und BMW, haben Preisnachlässe und Rabatte beim Tausch alter Dieselfahrzeuge mit den Abgasnormen Euro 1 bis 4 sowie Euro 5 in besonders stickoxidbelasteten Regionen im Angebot. Gegen Hardware-Nachrüstung hatte sich die Branche lange hartnäckig gewehrt. VW und Daimler hatten aber zugesagt, Dieselautos in 15 "Intensivstädten" mit besonders hoher Schadstoff-Belastung für bis zu 3000 Euro pro Wagen mit einer Hardware-Lösung nachrüsten zu lassen.

Gerichte haben für mehrere Städte Fahrverbote für ältere Diesel angeordnet, etwa für Berlin, Köln, Essen, oder Frankfurt. Hier liegen die Werte bei Stickstoffdioxid über dem vorgeschriebenen Grenzwert. In Hamburg sind einzelne Straßen betroffen.