VW Passat

Um die Verkaufszahlen des Passat in die Höhe zu treiben, bietet VW den D-Segment-Wagen mit teils hohen Rabatten an. – Bild: Volkswagen/pressinform

VW, Opel und Ford liefern sich seit mehreren Monaten eine Rabattschlacht. Gleichzeitig steigt die Zahl der Eigenzulassungen. So bietet VW den neuen Passat zu einem Preis von 19.750 Euro an. Das entspricht einem Nachlass von 6.675 Euro oder 26 Prozent. Gleichzeitig haben die Wolfsburger in den ersten fünf Monaten des Jahres 86.850 Neuwagen selbst zugelassen. Die Quote der Eigenzulassungen liegt damit bei 30 Prozent. Das geht aus einer Untersuchung des CAR-Center Automotive Research der Uni Duisburg-Essen hervor.

Nicht viel besser sieht es demnach bei der Konkurrenz von Opel und Ford. Die Rüsselsheimer bieten beispielsweise den neuen Corsa zu einem Preis von 9.999 Euro an ? ein Rabatt von 22 Prozent. Ford gewährt wiederum auf den C-Max einen Nachlass von 27 Prozent beziehungsweise 3.860 Euro. Studienleiter Ferdinand Dudenhöffer kommentiert: “Die drei großen deutschen Volumenhersteller liefern sich eine Rabattschlacht, die bisher nicht beobachtbar war.”

Das Ergebnis dieses harten Rabattwettbewerbs ist direkt am CAR-Rabatt-Index ablesbar. Mit Ausnahme des Jahres 2013 lagen die Rabatte im Neuwagenmarkt im Juni dieses Jahres so hoch wie seit 2010 nicht mehr. Seit mehreren Monaten sei zu beobachten, dass die Rabattspirale auf dem deutschen Automarkt ? trotz guter Gesamtkonjunktur ? kein Ende findet. Ausschlaggebend für diese Entwicklung ist laut Dudenhöffer der Eintritt von VW in die Rabattschlacht.

Da Eigenzulassungen und Rabatte auf die Marge drücken, geht Leiter des CAR-Center davon aus, dass die Halbjahresergebnisse zu Sorgenfalten in den Chef-Etagen von VW, Ford Europe und Opel führen werden.

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gp