VW China

VW verpasst sich in China ein Öko-Label und will innerhalb drei bis fünf Jahren 15 sogenannte New Energy Vehicles auf den markt bringen. Bild: VW

Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua und beruft sich auf Aussagen von VW-China-Boss Jochem Heizmann gegenüber lokalen chinesischen Medien. Demnach sollen die 15 New Energy Vehicles (NEVs) innerhalb von nur drei bis fünf Jahren auf den Markt kommen. Damit würde der Wolfsburger Autobauer noch von den staatlichen Förderungen profitieren, welche reine E-Autos respektive Plug-In-Hybride mit mindestens 50 Kilometern Reichweite derzeit genießen.

Ein kluger Schritt, sagen Marktbeobachter. Schließlich schießen die Verkaufszahlen der NEVs gerade durch die Decke. Die Produktion der Stromer im Reich der Mitte hat sich im Jahr 2015 auf knapp 380.000 Einheiten vervierfacht. In diesem Jahr soll sie auf 700.000 Einheiten klettern. Mit einem breiten NEV-Portfolio könnte Volkswagen demnach seinem darbenden Absatz in der Volksrepublik einen positiven Kick zur rechten Zeit geben. Schließlich musste der Automobilhersteller im vergangenen Jahr auf dem so wichtigen chinesischen Markt Absatzeinbußen von 3,4 Prozent hinnehmen.

Technisch sollen die Fahrzeuge laut Xinhua auf einer Plattform für Elektroautos von Volkswagen basieren. Bereits im Oktober des vergangenen Jahres hatte der Volkswagen-Konzern angekündigt, einen Elektrifizierungsbaukasten (MEB) für das Kompaktsegment zu konzipieren. Dieses standardisierte System werde ausgelegt für alle Aufbauformen und Fahrzeugtypen und erlaube rein elektrische Reichweiten von 250 bis 500 Kilometern. In welcher Entwicklungsphase der MEB aktuell steckt ist unklar. Allerdings gab VW vor wenigen Wochen mit dem Budd-e einen Ausblick wie die Elektrifizierung bei den Wolfsburgern aussehen könnte.

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gp