MAN Logo

Bei der Eingliederung des Nutzfahrzeugherstellers MAN in den VW-Konzern sollen die MAN-Aktionäre eine geringe Abfindung bekommen. - Bild: MAN

Das Abfindungsangebot war fällig, weil Volkswagen einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit dem Münchener Lkw-Hersteller abschließen möchte. Wirtschaftsprüfer legten dazu den Wert der MAN-Aktien mit 80,89 Euro fest. An der Börse notieren die Stammaktien dagegen mit 87,10 Euro deutlich höher.

Aktionären, die von dem Abfindungsangebot keinen Gebrauch machen wollen, wird eine jährliche Zahlung von 3,07 Euro garantiert.

Europas größter Autobauer Volkswagen will sich den Zugriff auf die Kasse des Nutzfahrzeugherstellers sichern und hatte den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag bereits angekündigt. Für VW ist ein entsprechender Vertrag der nächste Schritt im Zuge der Bildung eines integrierten Nutzfahrzeugkonzerns.

Durch den Abschluss des Vertrages soll die Zusammenarbeit beider Konzerne verstärkt und vereinfacht werden. Die Geschäfte des Nutzfahrzeugbauers sollen unter Beibehaltung der markenspezifischen Eigenschaften und Geschäftsfelder im Volkswagen-Konzern auch mit dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag fortgeführt werden.

VW-Vorstandschef Martin Winterkorn hatte vergangenes Jahr mehrfach bekräftigt, man halte sich für die Ausgestaltung des integrierten Nutzfahrzeugkonzerns alle Optionen offen. VW hält derzeit über 75 Prozent der Stimmrechte an MAN.

Europas größter Autobauer baut schon seit einiger Zeit seine Macht über den Lkw- und Motorenhersteller MAN aus. Volkswagen strebt seit Jahren eine Nutzfahrzeug-Troika mit MAN und Scania an, die es mit den Branchenschwergewichten Daimler und Volvo aufnehmen kann. Durch einen gemeinsamen Einkauf sollen die Nutzfahrzeughersteller Synergien in Millionen-Höhe heben.

Alle Beiträge zu den Stichworten MAN Volkswagen

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke