VW Tiguan

Die Volkswagen-Kernmarke war lange ein Sorgenkind des VW-Konzerns, der von ertragreicheren Töchtern wie Porsche und Audi profitiert hatte. Bild: VW

| von Jennifer Kallweit

Die operative Umsatzrendite solle auf Jahressicht am oberen Ende der Bandbreite von 2,5 bis 3,5 Prozent liegen, teilte das Unternehmen am Freitag (5. Mai) in Wolfsburg mit. Im vergangenen Jahr hatte sie lediglich 1,8 Prozent betragen - auf Basis der jetzt geltenden Bilanzierung wären es 2,1 Prozent gewesen. Einige Importeursgesellschaften, die auch Autos anderer Konzernmarken vertreiben, werden neuerdings nicht mehr zur Marke gezählt.

Die Volkswagen-Kernmarke gilt als renditeschwach im Vergleich mit der Konkurrenz - und war lange ein Sorgenkind des VW-Konzerns, der von ertragreicheren Töchtern wie Porsche und Audi profitiert hatte. Markenchef Herbert Diess wurde von BMW geholt, um den Autobauer profitabler zu machen. Dazu hat das Unternehmen zusammen mit dem Betriebsrat auch einen „Zukunftspakt“ vereinbart, der unter anderem den Wegfall von weltweit bis zu 30.000 Stellen vorsieht - ohne betriebsbedingte Kündigungen. Im Gegenzug sollen Tausende Arbeitsplätze in Zukunftsfeldern entstehen.

Der Umsatz der Stammmarke mit den wichtigen Modellen Golf und Passat soll den Angaben zufolge in diesem Jahr um zehn Prozent zulegen. 2016 waren es 74 Milliarden Euro.

Von Müller bis Witter: Der Vorstand des Volkswagen-Konzerns