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Mit dem Zukunftspakt wollen Betriebsrat und Unternehmen Reformen in der gewinnschwachen Kernmarke VW-Pkw mit Sicherheiten für die Belegschaft unter einen Hut bringen. Bild: ks

| von Andreas Karius

Teile dieser Zielsumme resultieren bereits aus Ansätzen aus dem 2014 gestarteten Effizienzprogramm, wie die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag (20. Oktober) aus Unternehmenskreisen erfuhr.

Das seinerzeit noch unter dem damaligen Konzern- und Markenchef Martin Winterkorn aufgelegte Effizienzprogramm hatte als Sparziel fünf Milliarden Euro. Dabei geht es um ein jährliches Volumen, das im Vergleich zum Status quo 2014 nach und nach bis 2017 erreicht werden sollte. Damals ging es vor allem um die Struktur des Autobauers, um einen verbesserten Einkauf und die Reduzierung von Komplexität in der Entwicklung, indem beispielsweise Doppelarbeit vermieden wird. Auch der überbordenden Vielfalt von Bauteilen sagte VW den Kampf an.

Die Marke von 3,7 Milliarden Euro aus dem Zukunftspakt, den Betriebsrat und Unternehmen derzeit verhandeln, könne nicht auf die 5 Milliarden aus dem Effizienzprogramm addiert werden, hieß es aus Konzernkreisen. Teils seien die Bereiche nämlich deckungsgleich. Der Zukunftspakt soll in den nächsten Wochen abgeschlossen werden.

Beim Zukunftspakt geht es auch um die Aufgaben der Standorte, etwa im VW-Motorenwerk Salzgitter, das wegen der Elektromobilität absehbar Arbeit verliert. Generell soll geklärt werden, wie die Standorte auf Branchentrends wie Digitalisierung und alternative Antriebe reagieren. Es geht um Produkte, Stückzahlen, Investitionen und Belegschaftsstärken. Auch ein Hebel für Jobabbau über Frührente und Altersteilzeit ist Teil der laufenden Gespräche.

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