Volkswagen Logo

Mit dem Zukunftspakt wollen Betriebsrat und Unternehmen Reformen in der gewinnschwachen Kernmarke VW-Pkw mit Sicherheiten für die Belegschaft unter einen Hut bringen. Bild: ks

Teile dieser Zielsumme resultieren bereits aus Ansätzen aus dem 2014 gestarteten Effizienzprogramm, wie die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag (20. Oktober) aus Unternehmenskreisen erfuhr.

Das seinerzeit noch unter dem damaligen Konzern- und Markenchef Martin Winterkorn aufgelegte Effizienzprogramm hatte als Sparziel fünf Milliarden Euro. Dabei geht es um ein jährliches Volumen, das im Vergleich zum Status quo 2014 nach und nach bis 2017 erreicht werden sollte. Damals ging es vor allem um die Struktur des Autobauers, um einen verbesserten Einkauf und die Reduzierung von Komplexität in der Entwicklung, indem beispielsweise Doppelarbeit vermieden wird. Auch der überbordenden Vielfalt von Bauteilen sagte VW den Kampf an.

Die Marke von 3,7 Milliarden Euro aus dem Zukunftspakt, den Betriebsrat und Unternehmen derzeit verhandeln, könne nicht auf die 5 Milliarden aus dem Effizienzprogramm addiert werden, hieß es aus Konzernkreisen. Teils seien die Bereiche nämlich deckungsgleich. Der Zukunftspakt soll in den nächsten Wochen abgeschlossen werden.

Beim Zukunftspakt geht es auch um die Aufgaben der Standorte, etwa im VW-Motorenwerk Salzgitter, das wegen der Elektromobilität absehbar Arbeit verliert. Generell soll geklärt werden, wie die Standorte auf Branchentrends wie Digitalisierung und alternative Antriebe reagieren. Es geht um Produkte, Stückzahlen, Investitionen und Belegschaftsstärken. Auch ein Hebel für Jobabbau über Frührente und Altersteilzeit ist Teil der laufenden Gespräche.

Fotoshow: VW muss nach Milliarden-Vergleich weiter bangen

  • Volkswagens Logo am Auto wird poliert.

    Der Fall ist auch nach der finalen Zustimmung zum Kompromiss mit US-Klägern für Volkswagen nicht ausgestanden. Bild: VW

  • Gemälde von Richter Charles Breyer im Gericht.

    Richter Charles Breyer will bekanntgeben, ob er dem zwischen VW und US-Zivilklägern ausgehandelten Kompromiss zur Beilegung des Rechtsstreits endgültig zustimmt. Davor will er sich noch einmal umfassend von den Streitparteien informieren lassen. Die Agenda der Anhörung lässt vermuten, dass dies einige Stunden dauern könnte. Bild: Wikipedia, Scott Wallace Johnston

  • In einer Produktionshalle von VW.

    Die Entscheidung dürfte entweder direkt im Anschluss oder in den nächsten Tagen fallen. VW hatte sich mit geschädigten Kunden sowie US-Behörden auf eine Vergleichszahlung von bis zu 14,7 Milliarden US-Dollar (13,4 Milliarden Euro) verständigt. Bild: VW

  • VWs Logo an einem Auto.

    Später erhöhte sich die Summe durch Einigungen mit Staatsanwälten und Autohändlern auf 16,5 Milliarden US-Dollar. Bild: VW

  • Geld: Münzen und Scheine.

    Dass Breyer den bislang teuersten Vergleich in der Automobil-Geschichte genehmigen wird, gilt als sehr wahrscheinlich. Der Richter hatte das Entschädigungsangebot des Konzern bereits vor Monaten als fair und angemessen eingestuft. Bild: Eyetronic-Fotolia.com

  • VW TDI Golf Bluemotion

    Bei der bislang erzielten Einigung geht es um rund 475 000 VW-Dieselwagen mit kleineren 2,0-Liter-Motoren. Bei etwa 85.000 Dickschiffen des Konzerns, die mit 3,0-Liter-Antrieb der Tochter Audi unterwegs sind, ringt man weiterhin mit den US-Behörden um eine Lösung. Bild: VW

  • Dieselmotor mit der internen Typenbezeichnung EA 189-Motor.

    Bis zur nächsten Anhörung am 3. November will Breyer konkrete Vorschläge sehen, wie diese laut US-Regulierern ebenfalls mit illegaler Software zur Abgaskontrolle ausgerüsteten Autos in einen gesetzeskonformen Zustand versetzt werden können. Bild: VW

  • 1.6 TDI Motor ( EA 189 ): Strömungsgleichrichter.

    Daran doktern die Ingenieure des Konzerns jedoch schon seit Monaten - bislang vergeblich. Sollte eine technische Umrüstung nicht möglich sein, könnte VW gezwungen sein, Kunden wie bereits bei den 2,0-Liter-Modellen Rückkäufe anzubieten. Bild: VW

  • Audi-Fertigung in Brüssel.

    Da es sich bei den größeren Wagen mitunter um teure Luxusmodelle der Oberklassetöchter Audi und Porsche handelt, dürfte das noch einmal richtig ins Geld gehen. Bild: Audi

  • Audi gehört zum Volkswagen-Konzern.

    Zudem könnte der Fall auch zu neuen Spannungen führen, da Motorenentwickler Audi die Täuschungsvorwürfe der US-Behörden bislang zurückweist. Bild: VW

  • 1.6 TDI Motor ( EA 189 ): Strömungsgleichrichter.

    Kurz nachdem VW die erste grundsätzliche Einigung im Massen-Rechtsstreit erzielt hatte, legte eine Reihe von Bundesstaaten bereits mit neuen Klagen nach. Vermont, Maryland, Massachusetts, New York, Washington und Pennsylvania wollen den Konzern wegen Verstößen gegen Umweltgesetze zur Rechenschaft ziehen. Bild: VW

  • Produktion Volkswagen Tiguan in der Fahrzeug-Endabnahme.

    VW strebt auch hier einen Vergleich an, spätestens am 1. November sollen die Verhandlungen beginnen. Weitere US-Staaten können sich den Klagen noch anschließen, dann würde es noch teurer. Bild: VW

  • Abgas qualmt aus dem Auspuff.

    Den größten Brandherd für VW dürften aber die strafrechtlichen Ermittlungen der US-Justiz darstellen. Nachdem im September der erste in den Skandal involvierte Ingenieur im Zuge einer Strafanzeige ein Geständnis abgelegt und Kooperation mit den US-Behörden versprochen hat, bleibt abzuwarten, wen der langjährige Mitarbeiter noch alles belastet. Bild: Stefan-Redel-Fotolia.com

  • VW auf dem Prüfstand.

    Das US-Justizministerium prüfe bereits, welches Strafmaß man dem Konzern wegen krimineller Vergehen zumuten könnte, berichtete der Finanzdienst Bloomberg vor wenigen Wochen unter Berufung auf Insider. VW und das Ministerium wollten sich dazu nicht äußern. Bild: VW